Im Ausland Jesus gefunden

Sabir besucht gewissenhaft die Moschee, liest regelmäßig im Koran und betet fünf mal täglich. Für ihn als praktizierendem Muslim in Tadschikistan ist Jesus lediglich ein Prophet Mohammeds und ein russischer Gott. Auf der Suche nach Arbeit zieht er eines Tages mit seiner ganzen Familie nach Russland und lernt ISA – Jesus – als seinen Retter kennen.
„Jemand gab mir ein Traktat über Jesus“, erzählt er. „Ich lieh mir daraufhin ein Neues Testament in russischer Sprache und las es mehrmals durch. Ich erkannte, dass ich Jesus brauchte und lud ihn in mein Leben ein. Meine Frau bemerkte als erste, was sich alles in meinem Leben veränderte und ich konnte ihr meinen neuen Glauben erklären. Auch sie wurde Christ. Ich lobe Gott dafür!“ Mit seiner ganzen Familie schloss sich Sabir einer Gemeinde an, ihr gemeinsamer Glaube wuchs und wurde belastbar. Nachdem er Schulungen der Bibel Liga besucht hat, gibt er Gottes Wort heute an andere weiter. Er geht in Gefängnisse und Krankenhäuser und bezeugt seinen Glauben in den verschiedensten ethnischen Gruppen in Russland sowie auch Muslimen. „Ich danke Gott, dass viele Jesus kennen lernen!“
Bibelstudium per Handy

Zaid hat sich ein neues Handy gekauft und steckt es eines Abends ein, als er zu seiner Bibelstudiengruppe geht. Zu Beginn des Treffens schiebt er es in seine Hemdentasche, ohne zu wissen, dass er dabei versehentlich die Taste mit der eingespeicherten Nummer seines Freundes Rahim drückt. Als Rahim sich meldet, hört dieser nur eine ihm unbekannte Stimme. Sicher wollte Zaid ihm etwas mitteilen – und so hört er weiter zu.
Er kann gar nicht aufhören. Zaid merkt gar nicht, dass sein Freund in der Leitung ist und lauscht gespannt den Ausführungen über Jesus. Manche in der Gruppe stellen Fragen, auch diese Antworten kann Rahim hören. Bis zum Schluss nimmt er an diesem Bibelstudientreffen unbemerkt teil. Was er gehört hat, bewegt ihn sehr. Er gibt diesem Jesus, von dem die Rede war, sein Leben.
Heute müssen Zaid und Rahim lachen, wenn sie an das unentdeckte Telefongespräch denken. Gemeinsam leben sie ihren Glauben und folgen Jesus nach. Als Rahim gefragt wird, wie er zu Jesus gekommen ist, sagt er verschmitzt: „Jesus hat mich persönlich angerufen!“
Ich hab auf dich gewartet!
Bahit, eine Christin in Zentralasien, holte noch einmal tief Luft und klopfte: Ein bärtiger alter Mann öffnete ihr die Tür. „Ich möchte Ihnen die Gute Nachricht bringen“, sagte sie. Ahmet sah sie an und schwieg. Dann fragte er: „Sie kennen wirklich das Injil, das Neue Testament? Kommen Sie herein.“ Er murmelte eine kurze Entschuldigung und verschwand durch die Hintertür. Minuten später kam er mit einem kleinen plastikverhüllten Päckchen zurück. Vorsichtig packte er es aus und blätterte durch einen Stapel gesammelter Seiten. Vor etlichen Jahren hatte er dieses verschlissene Johannesevangelium gefunden und sorgfältig verwahrt. Er händigte es seiner Besucherin aus, schaute ihr tief in die Augen und sagte: „Seit zwei Jahren warte ich auf dich! In einem Traum hörte ich, dass mir ein Besucher das ganze Neue Testament bringen wird und mir auch helfen würde, es zu verstehen.“
Innerhalb weniger Minuten waren beide im Gespräch vertieft. Bahit war so dankbar für die Schulung, die sie durch die Bibel Liga erhalten hatte. Jetzt konnte sie dem Muslim Ahmet und seiner ganzen Familie das Wort Gottes erklären und sie zu Jesus bringen.
Das Bekenntnis siegt über die Todesangst
In Orudj's Heimatland in Zentralasien gibt es nur wenige Christen.Als Orudj von einer Bibelstudiengruppe in seiner Nachbarschaft hörte, plante er dieses Treffen mit allen Kräften zu stören. Obwohl die Teilnehmer durch seine Anwesenheit eine gewisse Ängstlichkeit zeigten, entschied der Leiter, mit den vorgegebenen Bibeltexten weiter zu machen. Er las Johannes 14,6: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich." Orudj war verblüfft. Er hatte diesen Vers zwar schon gehört, aber gedacht, er sei von Mohammed! Diesen Vers aus der Bibel zu hören brachte ihn durcheinander. Durch dieses Erlebnis verändert, begann Orudj regelmäßig zur Bibelstudiengruppe zu gehen, aber nicht, um zu stören, sondern um die Bibel kennen zu lernen. Bald vertraute er sein Leben Jesus Christus an. Als er davon einem Freund erzählte, drang dieser auf ihn ein, seinen Glauben umgehend zu widerrufen: "Ich gebe dir eine Woche Zeit, deine Meinung zu ändern. Andernfalls werde ich dich töten!" Wenige Tage später begegneten sich beide auf einer einsamen Straße. "Ich warte nicht länger, wähle jetzt!" forderte ihn der Freund heraus und hielt ihm ein Messer an die Kehle. Orudj flüsterte die einzigen Worte, an die er sich erinnern konnte: ‚Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn durch mich.' Orudj überlebte diese Nacht, und sein Freund kam zum lebendigen Glauben. Heute sind sie Brüder in Jesus Christus und dienen gemeinsam ihrem Herrn in dieser Gegend, in der man dem Wort Gottes feindlich gesinnt ist.




