Bibelstudium per Handy

Zaid hat sich ein neues Handy gekauft und steckt es eines Abends ein, als er zu seiner Bibelstudiengruppe geht. Zu Beginn des Treffens schiebt er es in seine Hemdentasche, ohne zu wissen, dass er dabei versehentlich die Taste mit der eingespeicherten Nummer seines Freundes Rahim drückt. Als Rahim sich meldet, hört dieser nur eine ihm unbekannte Stimme. Sicher wollte Zaid ihm etwas mitteilen – und so hört er weiter zu.
Er kann gar nicht aufhören. Zaid merkt gar nicht, dass sein Freund in der Leitung ist und lauscht gespannt den Ausführungen über Jesus. Manche in der Gruppe stellen Fragen, auch diese Antworten kann Rahim hören. Bis zum Schluss nimmt er an diesem Bibelstudientreffen unbemerkt teil. Was er gehört hat, bewegt ihn sehr. Er gibt diesem Jesus, von dem die Rede war, sein Leben.
Heute müssen Zaid und Rahim lachen, wenn sie an das unentdeckte Telefongespräch denken. Gemeinsam leben sie ihren Glauben und folgen Jesus nach. Als Rahim gefragt wird, wie er zu Jesus gekommen ist, sagt er verschmitzt: „Jesus hat mich persönlich angerufen!“
Ich hab auf dich gewartet!
Bahit, eine Christin in Zentralasien, holte noch einmal tief Luft und klopfte: Ein bärtiger alter Mann öffnete ihr die Tür. „Ich möchte Ihnen die Gute Nachricht bringen“, sagte sie. Ahmet sah sie an und schwieg. Dann fragte er: „Sie kennen wirklich das Injil, das Neue Testament? Kommen Sie herein.“ Er murmelte eine kurze Entschuldigung und verschwand durch die Hintertür. Minuten später kam er mit einem kleinen plastikverhüllten Päckchen zurück. Vorsichtig packte er es aus und blätterte durch einen Stapel gesammelter Seiten. Vor etlichen Jahren hatte er dieses verschlissene Johannesevangelium gefunden und sorgfältig verwahrt. Er händigte es seiner Besucherin aus, schaute ihr tief in die Augen und sagte: „Seit zwei Jahren warte ich auf dich! In einem Traum hörte ich, dass mir ein Besucher das ganze Neue Testament bringen wird und mir auch helfen würde, es zu verstehen.“
Innerhalb weniger Minuten waren beide im Gespräch vertieft. Bahit war so dankbar für die Schulung, die sie durch die Bibel Liga erhalten hatte. Jetzt konnte sie dem Muslim Ahmet und seiner ganzen Familie das Wort Gottes erklären und sie zu Jesus bringen.
Das Bekenntnis siegt über die Todesangst
In Orudj's Heimatland in Zentralasien gibt es nur wenige Christen.Als Orudj von einer Bibelstudiengruppe in seiner Nachbarschaft hörte, plante er dieses Treffen mit allen Kräften zu stören. Obwohl die Teilnehmer durch seine Anwesenheit eine gewisse Ängstlichkeit zeigten, entschied der Leiter, mit den vorgegebenen Bibeltexten weiter zu machen. Er las Johannes 14,6: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich." Orudj war verblüfft. Er hatte diesen Vers zwar schon gehört, aber gedacht, er sei von Mohammed! Diesen Vers aus der Bibel zu hören brachte ihn durcheinander. Durch dieses Erlebnis verändert, begann Orudj regelmäßig zur Bibelstudiengruppe zu gehen, aber nicht, um zu stören, sondern um die Bibel kennen zu lernen. Bald vertraute er sein Leben Jesus Christus an. Als er davon einem Freund erzählte, drang dieser auf ihn ein, seinen Glauben umgehend zu widerrufen: "Ich gebe dir eine Woche Zeit, deine Meinung zu ändern. Andernfalls werde ich dich töten!" Wenige Tage später begegneten sich beide auf einer einsamen Straße. "Ich warte nicht länger, wähle jetzt!" forderte ihn der Freund heraus und hielt ihm ein Messer an die Kehle. Orudj flüsterte die einzigen Worte, an die er sich erinnern konnte: ‚Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn durch mich.' Orudj überlebte diese Nacht, und sein Freund kam zum lebendigen Glauben. Heute sind sie Brüder in Jesus Christus und dienen gemeinsam ihrem Herrn in dieser Gegend, in der man dem Wort Gottes feindlich gesinnt ist.
Verlorene Tochter findet wieder nach Hause
Als junger Teenager hatte Natalie ihr Leben Jesus anvertraut, aber schon bald tauschte sie die Nähe ihres Retters gegen andere Götter ein. „Ich fing an, Wodka zu trinken, zu rauchen und zu fluchen. Im Alter von 16 Jahren lebte ich unverheiratet mit einem Mann zusammen.“ So erinnert sich Natalie heute.
Zwei Jahre später hat sie geheiratet und kurz darauf ein Kind zur Welt gebracht. „ Als mein Mann erfuhr, dass das Baby nicht von ihm stammte, verließ er uns.“ Sie blieb zurück und fühlte sich total verloren.
„Ich wollte mich umbringen, wollte im Fluß erfrieren und meinen Sohn mit mir in den Tod nehmen.“ erzählt Natalie. Auf dem Weg zum Fluß besuchte sie noch einmal eine gute Freundin. „Sie berichtete mir von einer einsamen, alten Frau, die mich und mein Kind sicher aufnehmen würden. Darin erkannte ich Gottes Mitleid mit mir. Er sah meine Verzweiflung und führte aus meinem schrecklichen Plan heraus. „
Bald danach traf Natalie einen Gemeindegründer der Bibel Liga. Die Einladung zum Gottesdienst nahm sie dankbar an. „Nach dem Gottesdienst gab ich Gott erneut mein Leben. Er vergab mir und ich lud ihn von Neuem ein, mein Leben zu bestimmen. Darüber bin ich so froh.“



