Moldawien

Erfahrungsbericht

Überraschende Wende

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Die zweite Chance

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Überraschende Wende

Teresia und ihr Sohn

Als Kind hört Teresia ihre Mutter oft über Sünde und Strafe sprechen. Trotzig gibt sie vor, nicht an Gott zu glauben. Insgeheim aber hat sie Angst vor dem Tod wegen ihres sündigen Lebensstils. Als ihre Familie in finanzielle Schwierigkeiten kommt, zieht Teresia in die Türkei, um dort Geld zu verdienen. Verängstigt, einsam und verzweifelt schreit sie schließlich zu Gott um Hilfe. Zu dem Gott, vor dem sie sich eigentlich fürchtet. Und Gottes Antwort kommt ziemlich unerwartet und überraschend.

 

Inzwischen besucht ein von der Bibel Liga geschulter Evangelist das Heimatdorf der Familie. Dieser erzählt auch Teresias kleinem Sohn von Jesus. Als Teresia aus der Türkei zurückkehrt, zeigt dieser stolz seine Bibelstudienhefte und erklärt der ganzen Familie auf kindliche Art, dass Jesus gestorben ist, um uns von unseren Sünden zu erretten. Seite für Seite liest der Sohn seine Hefte vor, und die Mutter beginnt zu begreifen, dass Gott sie liebt! Was für eine Veränderung bedeutet das für ihr Leben! – Heute ist sie diejenige, die anderen im Dorf die Botschaft von Jesus Christus bringt.

Die zweite Chance

 

Fünfzehn Jahre nach der Trennung von seiner alkoholkranken Frau ist Anatoly Plukchi zum zweiten Mal verheiratet. Er erzählt: „Meine Eltern waren gläubige Leute, aber ich war weit weg von Gott. Die christlichen Werte trat ich mit Füßen: lügen, betrügen, stehlen – dazu trank ich jede Menge Alkohol. Meine Ehe zerbrach.Ich war am Ende und sah keinen Ausweg mehr. Aber Gott gab mir eine zweite Chance: Er zeigte mir sein Erbarmen, schenkte mir Vergebung und ein sinnvolles Leben. Meine jetzige Frau Lidia war zu dem Zeitpunkt ebenfalls weit weg von Gott. Sie musste eine 12-jährige Gefängnisstrafe absitzen, weil sie ihren ersten Mann umgebracht hatte. Doch Gott berührte ihr hartes Herz und veränderte sie ebenfalls. Und er brachte uns durch seine große Liebe zusammen.“

Anatoly und Lidia setzen sich nun ganz für ihren Herrn ein. Das Motto ihres Dienstes lautet: Wir wollen so viel wie möglich für Gott und die Menschen tun, weil wir viel Zeit verloren haben. Das gilt für jeden Tag. Im letzten Jahr gönnten sie sich gerade mal einen freien Tag zum Ausruhen. In Kneazevka soll eine neue Gemeinde entstehen. Die Türen ihres Hauses sind für jedermann offen und schon viele haben dort Jesus Christus kennen gelernt, von denen manche sich taufen ließen. Unter ihnen sind auch einige Lehrer der dortigen Schule. Jetzt können sie anderen Lehrern mit geistlicher Literatur und Bibelstudienheften helfen. Nach Schulschluss kommen über 40 Kinder in Anatolys Haus. Die Lehrer helfen bei den Schulaufgaben und Lidia versorgt alle mit einem guten Essen. Danach lesen sie in der Bibel. Viele von den Kindern erfahren zu Hause keine Liebe und werden allein gelassen.

Mittwochs ist Projekt-Philippus-Tag, da trifft sich eine Bibelstudiengruppe in ihrem Haus. Am Sonntag leiten sie einen Gottesdienst. Ihr Lebensstil hat längst viele Dorfbewohner nachdenklich gemacht und deren Gottesbild verändert. Immer neue Leute finden in die Versammlung. Anatoly hat schon weitere Pläne: In den Nachbardörfern sollen auch Gemeinden entstehen. Neue Bibelstudiengruppen sind bereits entstanden, und im Sommer will er Zeltlager für Kinder durchführen.

 

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Bibel Liga Ergebnisse: Moldawien 2010

Anzahl geschulter Bibelkursleiter

556

Anzahl der Absolventen von Bibelstudiengruppen

21.177

Anzahl der neu gegründeten Gemeinden

6

Anzahl neuer Gemeindeglieder

628