Haiti wird am 12. Januar von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht.
1/3 der Bevölkerung ist davon betroffen. Vermutlich sind mehr als 200.000 Tote zu beklagen.
Alfredo (links), der Bibel Liga Regionalleiter im Gespräch mit Mitarbeitern vor ihrem zerstörten Haus.
In unmittelbarer Nähe zum Bibel Liga Büro in Port-au-Prince leben derzeit ca. 50.000 Menschen in Notunterkünften.
Auch in der Region Jacmel gab es viel Zerstörung. Ignace, unser Koordinator, besucht ein Dorf, das zu 90% zerstört wurde.
Bilda, unsere Leiter in Haiti, stellt Essenspakete für obdachlose Mitarbeiter und Gemeindeglieder in Jacmel zusammen.
Die Hilfslieferung wird in Jacmel von den Mitarbeiter dankbar angenommen.
Trotz großer eigener Verluste kommen die Mitarbeiter in Port-au-Prince jeden Tag zur Arbeit und helfen mit viel Engagement, wo sie nur können.
Bilda, unser Leiter in Haiti ermutigt andere Leiter und Pastoren und schult sie für seelsorgerliche Gespräche.
An unterschiedlichen Orten veranstalten Gemeinde Kinderprogramme. Die Bibel Liga hilft den Gemeinden mit Kinderbibeln und Schulungsmaterial.
Haiti wird am 12. Januar von einem Jahrhundert Erdbeben erschüttert. 1/3 der Bevölkerung ist davon betroffen. Mehr als 200.000 Tote sind zu beklagen. Die Hauptstadt Port-au-Prince ist verwüstet, die Infrastruktur zusammengebrochen und mehr als 1,5 Mio. Menschen sind obdachlos.
Von 1200 Kirchen- und Gemeindegebäuden in Port-au-Prince sind mehr als 700 teilweise oder komplett zerstört.
Alle unsere Mitarbeiter haben überlebt. Aber fast jeder hat in seinem Umfeld oder seiner Familie jemand verloren. Bildá, unser Leiter auf Haiti, hat 6 Verwandte verloren. Viele Gemeindeleiter wurden in die Ewigkeit abberufen.
In den Regionen, die nicht vom Erdbeben betroffen waren, geht der Einsatz für das Evangelium unvermindert weiter. In den zerstörten Gebieten steht für unsere Mitarbeiter ein massiver geistlicher Wiederaufbaudienst an.
In unmittelbarer Nähe zum Bibel Liga Büro in Port-au-Prince leben derzeit ca. 50.000 Menschen in Notunterkünften. Es gibt viel Bedarf an Seelsorge und Trost. Bilda ermutigt andere Leiter und Pastoren und schult sie für seelsorgerliche Gespräche. Einige Gemeinden bieten Programme für Kinder und Jugendliche an. Die Bibel Liga hilft mit Bibeln und Schulungsmaterial.
Unser gemeinsames Gebet ist nicht vergeblich.
Über 100 Gemeindegründer, die die Bibel Liga seit 1993 geschult hat, haben Familien- angehörige verloren. Pastor Vladimir Dorsainvil, der unseren Missionsdienst in Haiti koordiniert, muss den Tod seiner Frau, seiner 3 Monate alten Tochter, seiner Mutter und seines Schwiegervaters beklagen. Bitte beten Sie für ihn und seinen 8-jährigen Sohn sowie für alle Ungenannten. Gott ist ein Vater des Erbarmens und ein Gott allen Trostes! Beten Sie für die Christen im Land um Kraft, Gottes Wort in die Herzen der Überlebenden zu pflanzen.
Ein 4-köpfigen Team war mit unserem Messestand auf dem Willow-Leitungskongress in Karlsruhe . An unserem Stand war einiges los. Das Bibel-Tagebuch "365" fand viele begeisterte Nutzer. Besonders freuen wir uns, dass 426 Bibeln für Haiti Förderer gefunden haben. Auch Sie können mithelfen. Spenden Sie für Menschen, die ihre Bibel unter den Trümmern verloren haben oder die jetzt in ihrer entsetzlichen Not erstmalig nach Gott fragen.
Mit über 3.300 Teilnehmern fand das Gemeindeferienfestival SPRING in diesem Jahr im nordhessischen Willingen statt. Wir waren mit einem Messeteam und Workshops wieder mit von der Partie. Zum sechsten Mal. In dieser Zeit sind wertvolle Beziehungen gewachsen. Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben bei der Spendenaktion „Bibeln einschalten“ mitgemacht. Insgesamt wurden 393 Bibeln und Kinderbibeln für Haiti ermöglicht. Ein herzliches Dankeschön an alle Spender!
Gemeindegründer statt Voodoo-Priester

Für René war die Zukunft vorbestimmt: Wie sein Vater und auch schon sein Großvater würde er ein Priester des Voodoo-Kultes werden. Die Familien- tradition sollte weiter geführt werden. Dieser Kult war seine Welt. Er hatte nichts anderes gelernt.
Doch in seinem Herzen spürte er, dass es mehr gab als Traditionen und Zeremonien. Als er wieder einmal an einer Voodoo-Zeremonie teilnahm, befahl ihm der Priester, dem Voodoo-Geist „Ogouferay“ zu opfern. „Wenn du dich weigerst, wirst du als Landstreicher enden“, warnte er.
Eines Tages hörte er während einer Taxifahrt einer Radiosendung zu. Jemand las aus der Bibel und das, was er hörte, bewegte sein Herz sehr. Er hörte, dass Jesus Christus die Menschen frei gemacht hat – nein, er wollte nicht länger ein Sklave sein. René suchte einen Christen auf und bat ihn, ihm mehr über das neue Leben mit Jesus zu erzählen. Dieser Christ war ein von der Bibel Liga geschulter „Philippus“, und so erfuhr René durch einen Bibelkurs, dass Gott ihm alle Schuld vergibt und ihn annimmt. Nach und nach ließ er sich alle Schuld und Last abnehmen. Schließlich wurde er ganz frei vom Zauber des Voodoo-Kultes.
René ist kein Landstreicher geworden! Er ließ sich von der Bibel Liga zum Gemeindegründer ausbilden und leitet in seinem Dorf eine Gemeinde. Er und seine neue Familie sind ein Zeugnis des Lichtes und der Liebe und erfahren großen Segen, der sich herumspricht. So kann er auch anderen Menschen in Port-au-Prince den Weg in die Freiheit zeigen.
Kein Sklave mehr

Das Leben von Ricardo war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Im Umfeld von Port-au-Prince in Armut geboren, gab es für ihn kaum Aussicht auf Veränderung. Seine Eltern schickten ihn zwar zur Schule und lehrten ihn, was gut und was böse sei. Doch Ricardo suchte seinen eigenen Weg. Mit 18 war er in Drogengeschäfte und Prostitution verwickelt und suchte die Konfrontation mit allen, die er für die Ungerechtigkeit der Gesellschaft verantwortlich machte. Gewalt war seine Welt. Er verletzte, vergewaltigte und tötete.
Bis er Bildá traf, den Direktor der Bibel Liga in Haiti. Dieser erzählte dem verzweifelten jungen Mann von Jesus, der aus ihm einen neuen Menschen machen könnte. Ricardo war sich gewiss, dass sein „alter Mensch“ keine Zukunft hat. Deshalb hörte er den hoffnungsvollen Ausführungen seines neuen Freundes zu. Er brauchte einige Zeit, bis er erkannte, dass Gott ihn liebte und ihm einen neuen Anfang schenken wollte. Er glaubte Jesus und erlebte Reinigung und Erneuerung. „Heute bin ich nicht mehr ein Sklave von Drogen oder Alkohol. Man hat keine Angst mehr vor mir. Ich bin so dankbar!“ sagt Ricardo.
Inzwischen ist er im Glauben gewachsen und ist befreit von seiner Vergangenheit. Heute gebraucht ihn Gott, um anderen Haitianern Hoffnung zu bringen, die ohne Chance und voller Hoffnungslosigkeit ihr Heil in Gewalt und Chaos suchen.






