Vom eigenen Volk verfolgt

Cesar gehört einem Minoritätenvolk in Ecuador an. Kaum war er Christ geworden, bekam von seiner Volksgruppe dieselbe Verachtung zu spüren, die er zuvor selbst für das Evangelium gehabt hatte. „Meine eigenen Leute haben mich verfolgt“, erzählt er. „Ich bekam mit, dass sie mich bei lebendigem Leibe verbrennen wollten. Aber das Auto, das das nötige Benzin ins Dorf bringen sollte, hatte unterwegs eine Panne und kam nicht an.“ Noch immer staunt Cesar, wie Gott ihn in dieser Zeit bewahrt hat.
„Die Behörden wollten mich dazu bringen, dass ich meinem Glauben abschwöre. Aber das konnte ich nicht, und so musste ich einen Tag lang ins Gefängnis. Dort wollten sie mich schlagen. Ich bezeugte ihnen, dass ich zu dem Gott gehöre, der alle Dinge geschaffen hat und erzählte von meiner Beziehung zu Jesus Christus.“ Heute verkündet Cesar noch immer Gottes Wort in seiner Volksgruppe. Und es schlägt Wurzeln. „Viele von meinen Leuten glauben heute mit mir gemeinsam an Christus“, berichtet er, „mein Herr Jesus hat mein Dorf ganz wunderbar verändert.“
Beten Sie für Cesar und alle neuen Nachfolger Jesu in seiner Volksgruppe um tiefe Glaubenswurzeln in Jesus und um Kraft, ihn zu bezeugen. 2010 ließen sich über 10.000 Christen in Ecuador als BibelBoten schulen.
Wunder bei Polizei und Armee

Die Stadt Santo Domingo de los Colorados in Ecuador ist bekannt für eine hohe Kriminalitätsrate und Korruption. Ihre Bevölkerung besteht vorwiegend aus kolumbianischen Einwanderern sowie Ecuadorianern, die aus den Küsten- und Gebirgsregionen hierher gezogen sind. Die lokale Polizei steht vor der enormen Herausforderung, Mord, Drogenhandel und soziale Brennpunkte einzuschränken. Dadurch sind die Polizisten vielen Gefahren ausgesetzt. Einige von ihnen sind zudem selbst in Korruption verstrickt. Christlicher Glaube interessiert sie nicht. Gewöhnlich sind sie unzuverlässig und ihre Familien sehr instabil.
Inmitten dieser entmutigenden Situation bekamen Pastor Daniel und seine Ehefrau Monica von Gott den Auftrag, der 120-köpfigen Polizeieinheit das Johannes-Evangelium vorzustellen und es gemeinsam mit ihnen durchzuarbeiten. Dass dieses gemeinsame Bibelstudium in der sonst so verhärteten Polizeistruktur nun möglich wurde, ist ein einzigartiges Wunder! Gott verändert versteinerte Herzen dieser Polizisten! Der in sie gepflanzte Same des Wortes wirkt bis in ihre Familien und weite Teile der Bevölkerung hinein. Es könnte der Anfang der Heilung des politischen Systems werden, das in Santo Domingo de los Colorados voller Korruption ist.
Ein zweites Wunder erlebte Pastor Daniel in einer Kaserne der nationalen Armee, die traditionell stolz jede Hilfe ablehnt, da sie ja selbst „die Militärmacht“ ist. „Doch Gott veränderte schrittweise die Denkweise hochrangiger Beamter. Sie erlaubten, was dort bisher verboten war, nämlich das Lesen und Verbreiten der Bibel.
Solch ein Wunder kann nur Gottes Kraft bewirken. Wenn Gott Türen öffnet, dann kann sie niemand mehr schließen,“ freut sich Pastor Daniel, der mit einer Gruppe von 60 Rekruten das Johannes-Evangelium liest und das dazugehörige Arbeitsheft studiert.
Paradies im Regenwald

Pastor Camilo Lescano ist professioneller Kfz-Mechaniker. Gemeinsam mit seinem Lehrling und Assistenzmechaniker chartert er ein Flugzeug in Richtung Regenwald, um das Evangelium von Jesus Christus den Quechua-Dörfern des Ostens zu bringen. Der Flug dauert 45 Minuten. Es folgen 11 Stunden auf dem Fluss Pastaza mit einem Kanu, 3 Meter lang und 60 cm breit. Trotz großer Gefahr durch Schlangen und wilde Tiere übernachten sie im Dschungel, ein improvisiertes Zelt dient als Schutz. Sobald es Tag wird suchen sie den Kontakt mit der Dorfgemeinschaft, die in völliger geistlicher Finsternis lebt. Alle zwei Monate verbringen sie nun fünf Tage bei den Quechua Indios im Dschungel. Sie bringen ihnen Gottes Wort in ihrer eigenen Sprache und erklären ihnen das Evangelium. Nach vier Besuchen schon können sie die Früchte ihres opferbereiten Einsatzes sehen: Eine kleine Gemeinde entsteht – ein Paradies mitten im Dschungel. Schon vor neun Jahren hatte Pastor Lescano seine Ausbildung zum Boten Gottes absolviert. Seitdem gründet er trotz aller Schwierigkeiten unermüdlich Gemeinden im ecuadorianischen Amazonasgebiet.
Bitte beten Sie für diesen Pionierdienst im Dschungel! Beten Sie für weitere Arbeiter Gottes, die sich als Gemeindegründer ausbilden lassen. Im letzten Jahr konnte die Bibel Liga in Ecuador 125 Gemeindegründer schulen, die sich über 120 neue Gemeinden freuen. Ehre sei Gott!
Heilung für ein kleines Inselvolk

Quelle: Bibel Liga
Der Name Puná stammt von den Eingeborenen, die diese 855 km2 große Insel im Süden der Küste Ecuadors bewohnten. Heute wohnen hier barfüßige Kinder mit schmutzbedeckten Beinen – umgeben von Fliegen, die Infektionen hervor- rufen. Viele dieser Kinder sterben sehr jung. Früh schon lernen sie Alkohol und Drogen kennen. Ihre Eltern leben meist ohne feste Bindung zusammen und kämpfen sich durch ihr spärliches Leben.
Pastor David hatte schon lange die Not dieses kleinen Volkes (ca. 6500 Einwohner) auf dem Herzen. Von Mitleid überwältigt ließ er sich von der Bibel Liga schulen und nahm die Herausforderung an. Noch nie war Gottes Wort bis hierher vorgedrungen. Nach und nach siegte die Kraft des Namens Jesu. Viele Kinder und Jugendliche, die früher an Alkohol und Drogen gebunden waren, studierten jetzt mit großem Interesse die Bibel. Ganze Familien lernten Jesus kennen und wurden Mitglieder einer Gemeinde. Zum ersten Mal erlebten sie die Freude und den Halt einer christlichen Gemein schaft. Menschen, die unver- bindlich zusammen lebten, erkannten in Gottes Wort, wie wertvoll die Ehe ist und ließen sich trauen. Die Menschen auf Puná veränderten sich grundlegend, die Maßstäbe Gottes machten ein ganz neues Mit- einander möglich.
Bis heute konnten 4 Gemeinden gegründet werden, 6 weitere sind im Werden. „Heute ist Jesus in Puná kein Unbekannter mehr. Gott sei Lob und Dank“, freut sich Milton Bustos, der Direktor der Bibel Liga in Ecuador.




