Südostasien

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Ausstieg aus dem Syndikat

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Schlagzeilen für das Reich Gottes

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Massentaufe im Fluss

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Trotz Folter Feuer für Jesus

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Im Angesicht des Todes

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Resultate 2011

Bibel Liga Ergebnisse (8 Länder)

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Ausstieg aus dem Syndikat

 

Reggie war einer der Großen im Glücksspiel und leitete ein südostasiatisches Syndikat mit mehr als zehn Schlägern zum Eintreiben der Spielschulden. Reggie:„Mein Herz war kalt und grausam. Mit üblen Methoden zwang ich Menschen, ihre Spielschulden zu bezahlen. Reich war ich geworden. Ich trank, rauchte bis zu vier Päckchen Zigaretten am Tag, aß in teuren Restaurants und hatte – obwohl ich verheiratet war – viele Freundinnen. Dennoch war ich frustriert. All mein Geld und alle Vergnügungen verschafften mir keine Befriedigung. Etwas fehlte mir – etwas, das mir Erfüllung und Befriedigung geben würde. Ich wandte mich mehr und mehr dem Alkohol zu. Bald trank ich vom frühen Morgen bis nach Mitternacht. Manchmal kam ich betrunken nach Hause, schlug meine Frau und wurde danach bewusstlos. Erst später erfuhr ich, dass meine Frau dann neben mir niederkniete und betete. Sie bat Gott, dass ich Jesus kennenlerne, dass er unsere Ehe rette und dass er ihr Kraft gäbe durchzuhalten, bis ihre Gebete erfüllt wären.

 

Eines Tages saß ich am Tisch und zählte meine Tageseinnahmen, als meine vierjährige Tochter zu mir kam und mir eine Bibel gab. Ich passte an diesem Tag auf sie auf, weil meine Frau in eine andere Stadt gefahren war. Ich hatte mich deshalb gezwungen nüchtern zu bleiben. Ich legte die Bibel zur Seite und zählte mein Geld zu Ende. Dann brachte ich meine Tochter ins Bett. Ich kam zurück an den Tisch, sah die Bibel und schlug sie aus Neugierde auf. Meine Augen fielen auf Johannes 3,3 wo Jesus sagt: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ Schlagartig zeigte mir dieser Vers alles, was ich über den Sinn des Lebens wissen wollte. Auf einmal war alles so klar. Stundenlang las ich, dachte nach, las und dachte nach. Gottes Wort griff mächtig nach mir. Seine Wahrheit durchdrang meinen verwirrten verdunkelten Verstand und gab mir Einsicht. Je mehr ich las, desto mehr wuchs in mir die Überzeugung, dass Gott mich wirklich liebt. Diese Wahrheit brachte mich zum Weinen. Ich las immer weiter, weinte dabei, suchte, forschte und glaubte. Die Nacht kam und ging. Dann, kurz vor Sonnenaufgang, wusste ich, was ich zu tun hatte. Auf meinen Knien weinte ich und bekannte Gott meine Sünde. Ich überließ ihm mein Leben und nahm Jesus Christus in mein Leben hinein – als Retter und Herrn.

 

Ich stand auf und warf meine Zigaretten in den Abfalleimer. Ich wurde nicht nur frei von den Fesseln der Sünde, sondern auch vom Rauchen und Trinken. Dann nahm ich das Telefon, rief meinen engsten Mitarbeiter im Glücksspielsyndikat an und bat ihn, sofort zu kommen. Als er kam, gab ich ihm alle Einnahmen, die ich am Abend zuvor gezählt hatte und sagte ihm: „Geh und such dir einen anderen Boss, ich steige aus.“ Erstaunt fragte er warum. Er war der erste Mensch, dem ich von der rettenden Kraft Jesu Christi erzählte. Gott hatte die Gebete meiner Frau erhört. Unsere Ehe heilte wieder. Heute arbeiten wir zusammen im Dienst des Herrn, leiten Bibelstudiengruppen und gründen neue Gemeinden.

Reggie, Gemeindegründer in Vietnam

Schlagzeilen für das Reich Gottes

 

Unter Pol Pot ließ das kommunistische Terrorregime von 1975–79 etwa zwei Millionen Kambodschaner auf grausame Weise hinschlachten. Nur Gott kann die Narben der Seele dieses 14-Millionen-Volkes heilen. Und er ist längst dabei, es zu tun. Seit 1992 kann das Evangelium offen verbreitet werden. „Die Totenfelder der Roten Khmer sind inzwischen lebendige Erntefelder Christi geworden“, bezeugt immer wieder Vibol Uong, Leiter der Bibel Liga in Indochina. „Die Sehnsucht der Menschen nach geistlicher Wahrheit ist unverkennbar groß! Denn das gegenwärtige Wertesystem der Gesellschaft bringt den meisten keine wirkliche Lebensqualität.“ 1995 begann die Bibel Liga den Gemeinden im Land mit Gottes Wort und Schulungen zu dienen. Seitdem wurden über 2.000 Gemeindegründer ausgebildet, die oft in Orte gingen, die bisher dahin ohne eine Gemeinde waren. Fast 5.000 neue Gemeinden konnten seit 1995 ins Leben gerufen werden! Was für ein Segen und Reichtum für die entsprechenden Dörfer und Städte! 2011 konnten 282 Gemeinden ins Leben gerufen werden. Gebets- und Ausbildungsziel für 2012 ist die Gründung von 240 weiteren Gemeinden.

 

Wie werden Gemeindegründer in Kambodscha und Vietnam ausgebildet? Sie durchlaufen in Blockseminaren 5 Schritte, die sie dann unmittelbar in ihrem Einsatzgebiet zur Anwendung bringen können.

 

  • Evangelisation - Der Gemeindegründer lernt dort, wo er lebt, das Evangelium natürlich und der Kultur angemessen zu vermitteln.
  • Jüngerschaft - Der Gemeindegründer lädt Suchende zum Bibelstudium ein und nährt den neugefundenen Glauben derer, die sich entscheiden, mit Christus zu leben.
  • Gemeindezugehörigkeit - Neue Gläubige legen ein öffentliches Zeugnis ihres Glaubens ab und bekennen sich zur sich bildenden Gemeinde.
  • Leitung - Der Gemeindegründer findet heraus, wer von den neuen Christen eine Begabung zum Leiten besitzt. Er schult sie darin, andere Gläubige anzuleiten und zu begleiten.
  • Anbetung & Gottesdienst - Eine geistlich reife Gruppe (in der Regel 30-50 Erwachsene) gründet offiziell eine eigenständige Gemeinde, die öffentlich Gottesdienste feiert und nach Wegen sucht, die Menschen in ihrer Umgebung mit der Botschaft von Jesus Christus zu erreichen.

 

Bitte beten Sie für die wertvollen Erntearbeiter in Kambodscha!

 

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Massentaufe im Fluss

 

Entlang der Grenze von Thailand und Myanmar (Burma) leben Tausende von Flüchtlingen aus Myanmar in Zeltstädten. Viele verschiedene ethnische Gruppen drängen sich dicht an dicht. Nung gehört zu einer kleinen Gruppe von Christen, die in dieser Umgebung Gottes Wort in die Herzen der Flüchtlinge pflanzt. Manche der Christen haben es in ihrem Leben nicht leicht. Ihr Glaube an den lebendigen Gott stößt in ihren Familien auf Unverständnis und Zorn: Wie kann man es wagen, unsere tragenden animistischen Praktiken aufzugeben – undenkbar! Manche von ihnen werden von der eigenen Familie geschlagen. Mit großer Hingabe trägt die Gruppe von Christen Licht in die Dunkelheit. Sie arbeitet mit den Flüchtlingen Bibelkurse durch und führt sie so in die Bibel ein. „Bitte betet für unsere Familien, dass sie ihre Herzen für Jesus öffnen,“ bittet Nung. „Und betet, dass wir im Glauben an Jesus fest bleiben.“

 

Im letzten Jahr ließen sich in Südostasien fast 170.000 neue Christen taufen, 444 von ihnen stammen aus den Flüchtlingscamps, in denen Nung und ihre Gruppe arbeitet. Die meisten gehören zu den verfolgten Volksgruppen der Hmong und Karen Po in Myanmar. Welch eine Freude, als sich 2010 über 400 Christen in einem Fluss in Thailand taufen ließen!

 

Trotz Folter Feuer für Jesus

Als unser Koordinator John letztes Jahr Long* besuchte, traf er ihn mit großem Kummer an. Seine Tochter war so krank, dass der Arzt keine Überlebenschance sah. John betete mit ihr und bat Gott um Heilung. Und Gott erfüllte diese Bitte, das Mädchen wurde gesund. Long erkannte Gott als den einzig lebendigen Gott und unterstellte ihm sein Leben. Mit großer Begeisterung erzählte er jedem davon und führte einige seiner Nachbarn zu Jesus. Gemeinsam mit ihnen studierte er die Bibelkurse der Bibel Liga. Das war den örtlichen Behörden ein Dorn im Auge. Man inhaftierte ihn und folterte ihn bis zur Bewusstlosigkeit. Bevor er nach 8 Monaten entlassen wurde, warnte man ihn, nie wieder von seinem Glauben zu erzählen. Ansonsten würde er lebenslang eingesperrt.

 

Long konnte aber nicht schweigen von dem, was er erkannt hatte. Bis zu seiner zweiten Verhaftung fanden über 250 Menschen in seinem Umfeld den Retter Jesus Christus. Nach 6 Monaten Gefängnis kam er wieder frei. Und wieder wandte er sich denen zu, die Christus noch nicht kannten. Als er zum dritten Mal ins Gefängnis musste, hatten weitere 250 zum rettenden Glauben gefunden. Diesmal musste er für ein ganzes Jahr hinter Gitter. Doch das Wunder einer Erweckung war nicht zu verhindern. Nach seiner Freilassung lernten noch mehr Laoten Jesus kennen. Insgesamt preist er Gott heute für über 1.000 Menschen, denen er Helfer zum ewigen Leben werden konnte seit der wunderbaren Heilung seiner Tochter. Auch die meisten Bewohner seines Dorfes gehören dazu.

19 Gemeinden konnten durch ihn ins Leben gerufen werden. Was für eine große Ernte!

*Name geändert

 

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Im Angesicht des Todes

Emmas Leben war voller Schmerzen. Bereits im Alter von 7 Jahren verlor sie Vater und Mutter, aufgezogen wurde sie von ihrer Tante in buddhistischer Tradition. Als die Familie der Tante immer mehr verarmte, überließ man Emma sich selbst und den Straßen ihrer Stadt. Wie so viele junge Mädchen in Asien wurde sie Prostituierte, um überhaupt zu überleben. Fünf Monate später wurde sie bei einer Hotelrazzia gefangengenommen. Da sie schwach und krank war, kam sie auf die Gefangenenstation des örtlichen Krankenhauses. Ein Bluttest ergab, dass Emma wohl bald an AIDS sterben würde. Ohne Beistand von Familie oder Freunden lag sie nun dort im Krankenhaus und konnte nichts anderes tun, als einsam, hungrig, schmutzig und nackt auf ihren Tod zu warten. Ein Christ, der durch die Bibel Liga seine usbildung erhalten hatte, besuchte regelmäßig dieses Krankenhaus und betete mit den Patienten. An eben diesem Tag beschloss er, sich besonders um die AIDS-Kranken zu kümmern. Die wachhabenden Polizisten schickten ihn sogleich in Emmas Zimmer, denn sie erwarteten ihren Tod in Kürze. So kam er zu Emma.

 

Emma erinnert sich: „Ich war schwach, ich hatte Angst, war ohne Hilfe und völlig verzweifelt. Die Ärzte hatten mir keinerlei Hoffnung mehr gemacht. Und dann kam dieser Christ zu mir und sagte: ‚Niemand kann dir helfen. Ich auch nicht. Allein Gott kann dir helfen.‘“ Er betete mit Emma. In diesem Moment ergriff sie im Glauben Jesu Hand. „In dieser Sekunde hörte ich das erste Mal den Namen Jesus. Ich wusste genau, das ist meine einzige und letzte Hoffnung. So habe ich gebetet und ihn in mein Leben eingeladen.“

 

Der Rest von Emmas Geschichte ist ein Wunder. Sie wurde von AIDS geheilt, fing an, Gottes Wort zu studieren, erzählte ihren Mitgefangenen von ihrem neuen Glauben und wurde kurze Zeit später freigelassen. Heute lebt sie in einer christlichen Lebensgemeinschaft. Um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, stellt sie Kerzen her. Sie sagt von sich: „Ich bin sicher und gut versorgt in Jesu heilsamen Händen.“

 

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Eindrücke einer Südostasienreise von C. Waidelich - Mai 2010

 

David, ein Mitarbeiter der Bibel Liga, holt mich mit dem Taxi bei meiner Unterkunft in einer südostasiatischen Hauptstadt ab, und wir fahren vom Zentrum in ein Randgebiet. In einer Seitengasse halten wir an und steigen aus. David schaut hin und her und mich beschleicht ein Gefühl von Angst. Ich weiß, dass er mich nicht in alle Hausgemeinden mitnehmen kann, denn die Gefahr ist zu groß, dass es auffallen würde. Wir kommen in ein normales, sehr schmales Gebäude. Vorbei an Motorrollern, Kisten und Geräten geht es in den 2. Stock des Hauses, wo ich in einem Zimmer etwa 25 Erwachsene und Kinder antreffe. Alle sitzen hier wie üblich auf dem Boden. Selbst die Ältesten können es so mit verschränkten Beinen 3 Stunden aushalten. Nun befinde ich mich in einer Hausgemeinde und werde von den Christen mit Freude begrüßt. Ich freue mich sehr, hier zu sein und die Lebensweise der Menschen zu sehen.

Nach dem Start des Gottesdienstes und einer Vorstellungsrunde habe ich das Wort. Am Abend zuvor hatte mich David gefragt, ob ich nicht predigen könnte, und so habe ich mich ein bisschen vorbereitet. Nun stehe ich hier und weiß nicht so recht, ob ich wirklich Menschen ermutigen kann, die wegen ihres Glaubens verachtet, aus Familien geworfen oder auch geschlagen werden. Ich spreche über den Geist Gottes, der uns immer wieder in Entscheidungen leitet, uns tröstet und die Gewissheit schenkt, dass Jesus in uns lebt. Ein Student meines Alters übersetzt von Englisch in die Landessprache, und immer wieder bekomme ich als Feedback ein lautes „Ameeeeen“. Das Treffen der Gruppe dauert 3–4 Stunden. Im Moment arbeiten die Teilnehmer ein Heft über das Thema Ahnenkult durch. David hat es selbst verfasst und für die Bibel Liga publiziert. Viele Menschen, ja manchmal sogar Christen, fühlen sich verpflichtet, den Vorfahren Opfer zu bringen. Der Ahnenkult ist ein tief sitzenden Problem in den Kulturen Südostasiens. Beim Gruppengespräch wollen die Teilnehmer immer auch die deutsche Sicht der Dinge hören und ich muss Rede und Antwort stehen.

Daniel, der Übersetzer, erzählt mir von seiner Flucht gemeinsam mit seiner Mutter. Nachdem sie sich bekehrten, wurden sie in ihrer Familie nicht mehr akzeptiert. Hinter jedem Gesicht steht eine unfassbare Geschichte. Für die Hausgemeinde, die wir am Abend besuchen wollten, sagt David ab. Da heute der Unabhängigkeitstag gefeiert wird, sind die Kontrollen nach Versammlungen noch schärfer. In zwei Tagen aber werden wir uns wieder treffen, David möchte mir noch eine Untergrundbibelschule und den ersten christlichen Bücherladen in seinem Land zeigen.

Bibel Liga Ergebnisse: Südostasien 2011 (8 Länder)

Anzahl der geschulter Bibelkursleiter
81.397
Anzahl der Absolventen von Bibelstudiengruppen 793.203
Anzahl neuer Gemeindeglieder 137.474
Anzahl neuer Gemeinden 1.483