Philippinen

Erfahrungsbericht

Gottes Wort setzt Gefangene frei

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Reisebericht

Unterwegs auf den Philippinen

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Reiseblog Philippinen

R. Knödler berichtet in einem Blog von seinen Eindrücken

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Erfahrungsbericht

Eine herausgerissene Bibelseite

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Resultate 2009

Bibel Liga Ergebnisse von den Philippinen

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Unterwegs auf den Philippinen (Reisebericht)

Quelle: Bibel Liga


27.03.09 – Junge Leiter, Prostituierte und „Squatter-People“

 

In Manila leben über 14 Mio. Menschen. Leo ist einer von ihnen. Er ist unser Fahrer und Reiseführer. Gemeinsam mit Jos, dem Leiter der ho ländischen Bibel Liga, tauchen wir in den unübersichtlichen Verkehr ein und fahren mit einer Durchschnitts- geschwindigkeit von 10 km/h zur Gemeinde von Pastor Malpas. Hier hat das Bibeltraining bei 30° C am Morgen schon begonnen: 14 junge Leiter/ innen studieren gemeinsam den Jakobusbrief mit einem Bibelstudienheft der Bibel Liga. Es geht um Versuchung, Geduld und Glaube. Jeder schreibt in das Studienheft, wie er selber mit Versuchung umgeht. Alle sind voll dabei.

Danach fahren wir zu einem Gemeindegründungsprojekt neben einem ehemaligen Müllberg. Direkt neben der Gemeinde bieten fünf Prostituierte ihre Dienste an. Weitere 10 Meter entfernt lebt ein Mann, der wegen seiner Gelenkentzündungen an seine Hütte „gefesselt“ ist. Gemeinsam mit dem Gemeindegründer gehen wir von Haus zu Haus, sprechen mit den Bewohnern, erzählen unser Zeugnis und geben ihnen ein Traktat mit Fragen und Antworten zur Bibel. Überall werden wir freundlich willkommen geheißen. Mit jedem Einzelnen können wir beten. Auch mit den fünf Prostituierten. Ich erzähle ihnen die Geschichte vom verlorenen Sohn. Sie hören aufmerksam zu. Eine von Ihnen ist 25 Jahre alt, hat 5 Kinder und das 6. ist gerade unterwegs. Die Drogenabhängigkeit beherrscht das Leben dieser Frauen. Danach sind wir bei den „Squatter-People“. Diese „illegalen Siedler“ leben in Bretterverschlägen unterhalb von Brücken. Es ist relativ dunkel. In einer Ecke läuft ein Fern seher, der Strom ist illegal angezapft. Schnell sammelt sich eine Gruppe von 25 Kindern und Erwachsenen. Auch ihnen erzähle ich die Geschichte vom liebevollen Vater, der den gestrandeten Sohn voller Freude aufnimmt. Ich blicke in manch feuchte Augen. Gottes Wort bringt Hoffnung in ihre trostlose Welt. Der Abschied fällt schwer.

Zum Abschluss des Tages sind wir in einem Bibelkreis junger Erwachsener. Auch sie nutzen einen Bibel Liga Jüngerschaftskurs. Das gemeinsame Aufsagen von auswendig gelernten Bibelversen gehört neben Gebet, Lobpreis und einem Austausch über Bibeltexte zum regelmäßigen Programm dieser Gruppe. Die anwesenden jungen Geschwister haben eine klare Perspektive für ihr Leben. Eine junge Frau will in China Missionarin werden, ein anderer war drogenabhängig und will Pastor werden, eine dritte studiert Ingenieurswissenschaften und will in ihrem Beruf für Jesus ein Licht sein.

Quelle: Bibel Liga

 

28.03.2009 – Bei Stammesangehörigen der Dumagat in den Bergen

 

Die Stammesangehörigen der Dumagat sind gewöhnlich Nomaden, die in den Bergen umherziehen. In der Vergangenheit wurden die Kinder schon zwischen 9 und 14 Jahren verheiratet. Die Dumagat sind weitestgehend Selbstversorger. Vor drei Jahren brachte Pastor Jullian einer Dumagat-Dorfgemeinschaft erstmalig das Evangelium. Wir besuchen sie in den Bergen, zwei Autostunden von Manila entfernt. Nach einem 90-minütigen Fußmarsch erreichen wir das Dorf Ballot. Von den 20 Familien sind inzwischen fast alle zum Glauben gekommen. Der Gemeindegründer Jullian und sein Bruder Raul besuchen jede Woche das Bergdorf und erklären die nächsten Schritte in der Jesus-Nachfolge. Nur der Dorfvorsteher Rolando und seine Frau Gina können lesen. Sie besitzen eine Bibel und ein Neues Testament. Rolando erklärt mir eindringlich, dass er die anderen Familien vor Irrlehrern schützen müsse. Mehrere sektiererische Gruppen wollen die Dumagat für sich gewinnen. Rolando sagt: „Pastor Julllian hat sich als selbstloser Christ bewährt. Ihm vertrauen wir. Nur er und seine Mitarbeiter sind uns als Lehrer willkommen.“ Die Kinder besuchen keine offizielle Schule, weil die Familien selbst geringste Gebühren nicht bezahlen können. Mitarbeiterinnen von Pastor Jullian bringen ihnen regelmäßig schulische Grundkenntnisse bei. Bald werden hoffent lich mehr Dumagat aus einer eigenen Bibel lesen können.

 

Quelle: Bibel Liga

 

29.03.2009 – Gemeindegründungsprojekt und Gefängnisgottesdienst

 

Heute ist Sonntag. Wir sind im Gottesdienst einer kleinen Gemeinde am Rande Manilas. Pastor Ramil, ein Mitarbeiter aus dem Bibel Liga Büro, hat schon 5 Gemeinden  egründet. Das jüngste Projekt ist die „Door of Christian Faith Church International“. Wir werden von 30 Erwachsenen und 20 Kindern erwartet. Stella, eine knapp 50 jährige ledige Frau, stellt den Platz neben ihrem kleinen Haus für das „Gemeindezelt“ zur Verfügung. Die Anwohner hören unseren kräftigen Lobgesang. Manche schauen von außen zu. Ich predige über Matthäus 5,3: „Glücklich sind die, die erkennen, dass sie Gott brauchen.“ Die Gemeinde geht engagiert mit. Fast alle Gemeindeglieder und Gottesdienstgäste sind unter der Woche in eine Projekt-Philippus-Studiengruppe integriert. Bisher hat erst die Hälfte eine eigene Bibel. Nach dem Gottesdienst werden die Stühle für ein gemeinsames Mittagessen weggeräumt, manche wollen noch ein Gebet für Ihre Nöte. Die Geschwister teilen vorbildlich Freud und Leid.

Mittags sind wir in einem Distriktgefängnis von Manila. Das Gefängnis wurde für 800 Insassen gebaut. Derzeit sind dort aber 3.500 Straffällige inhaftiert. Im Gefängnis gibt es vermutlich mehr als 150 Christen unter den Häftlingen. Pastoren von unterschiedlichen Gemeinden halten dort regelmäßig Gottesdienste ab. Strafgefangene organisieren selber das Musikteam, Ansagen und Gebet. Wir tragen heute mit einer Kurzpredigt einen Teil dazu bei. Die Anbetungszeit ist unglaublich dynamisch. Hinter mir singen die Männer und Frauen mit vollem Herzen. Himmlisch. Einige Zuschauer blicken verstohlen auf die Lobenden. Nach einem Gebetsaufruf kommen ca. 15 Männer nach vorne, um einen Neuanfang mit Jesus zu machen oder erstmalig ihr Leben Jesus anzuvertrauen. Der Leiter dieser Gefängnisgruppe wird im Juni entlassen. Wir beten, dass Gott einen guten Nachfolger schenkt. Er erzählt, dass er mit jungen Christen und interessierten Häftlingen in ihren Zellen unseren Grundkurs durchführt. Gott baut seine Gemeinde, auch im Gefängnis.

 

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Gottes Wort setzt Gefangene frei

Quelle: Bibel Liga

 

May wohnt auf den Philippinen in der Nähe des Dapugan–City Gefängnisses. Vor zwei Jahren wurde ihr klar, dass gerade die Gefangenen das Evangelium von Jesus hören müssen. May begann zu handeln und brachte die Botschaft der Errettung hinter diese dicken Mauern zu vielen geistlich hungrigen Menschen. Die Botschaft der Hoffnung wurde offen aufgenommen. Einige Insassen sehnten sich danach, Gottes Plan für ihr Leben kennen zu lernen. Sie baten um Bibeln. Dafür reichte jedoch Mays mageres Einkommen nicht aus. Was sollte sie tun? Wie konnte sie diesen Menschen die befreiende Botschaft von einem völlig neuen Leben in Christus vorenthalten? May hörte von der Gemeindegründungsarbeit der Bibel Liga. Sie reagierte schnell und lies sich ausbilden. Heute kann sie 150 Gefängnisinsassen effektiv dienen, indem sie Woche für Woche mit ihnen die Bibel studiert. Wenn die Teilnehmer einen Bibelstudienkurs absolviert haben, erhalten sie ihre eigene Bibel. May sagt: “Fast alle Teilnehmer haben während der Bibelstudien Christus aufgenommen und sind neue Menschen geworden. Gottes Wort hat sie von ihrem alten Leben befreit. Ehre sei Gott.

 

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Eine herausgerissene Bibelseite

Quelle: Bibel Liga

 

Manuel ist einer von über 12.000 Mitarbeitern, die von der Bibel Liga auf den Philippinen im letzten Jahr ausgebildet wurden. Er berichtet:„Eines Tages fand ich durch Zufall eine herausgerissene Seite aus einer Bibel. Ich las etwas von einem Mann namens „Josua“ und war fasziniert davon. Ich wollte unbedingt mehr über diese Geschichte erfahren, also kaufte ich mir eine Bibel. Ich las viel darin, aber einiges verwirrte mich. Über einen Nachbarn erfuhr ich von einer Gemeinde in meiner Nähe, die ein Bibelstudium angebot. Ich beschloss, mich der Gruppe anzuschließen. Die Kombination von Beantworten von Fragen im Bibelstudienheft und Lesen in der Bibel half mir weiter. Ich verstand, dass Jesus für meine Schuld am Kreuz gestorben war und mich liebte. Ich lud Jesus in mein Leben ein und nahm seine Rettung an. Großer Friede füllte mich aus - Gott hatte mich verändert. Nach meiner Taufe nahm ich an Schulungen der Bibel Liga teil und lernte, wie ich die Frohe Botschaft weitergeben konnte. Allen, die interessiert waren, gab ich ein Heft von der Bibel Liga. Jetzt leite ich eine Bibelgruppe und freue mich, dass schon 3 Menschen Jesus als ihren Herrn und Retter angenommen haben.“

 

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Bibel Liga Ergebnisse: Philippinen 2009

Anzahl verbreiteter Bibeln und Schriften 1.482.972
Anzahl der Absolventen von Bibelstudiengruppen 440.326
Anzahl der Bibelstudiengruppen 22.867
Anzahl neuer Gemeindeglieder 98.702