Indien

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Eindrücke einer Indienreise

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Erfahrungsbericht

Mein Weg vom Hinduismus zu Jesus Christus

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Erfahrungsbericht

Die Mission Davids

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Fakten

Tempelprostitution - im Namen der Religion vergewaltigt

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Resultate 2009

Bibel Liga Ergebnisse aus Indien

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Kinder in Tamil Nadu - Eindrücke einer Indienreise

 

Es ist kurz vor 6 Uhr morgens. Ich befinde mich gemeinsam mit Rajendran, dem Leiter der Bibel Liga in Südindien, auf der Autofahrt von Trichy im Bundesstaat Tamil Nadu in Richtung Süden in den Madurai Distrikt. Unterwegs auf dem Land machen wir einen kurzen Halt. Wir frühstücken in einem kleinen baufälligen Haus. Auf abgewaschenen Bananenblättern wird würzig Vegetarisches serviert. Das Frühstück besteht aus Nan (fladenartiges Brot aus gesäuertem Teig), und Puri (frittiertes Fladenbrot), die in unterschiedliche Saucen getunkt werden. Zusätzlich steht dampfender Reiskuchen (Idlis) mit Linsengemüse und frischen Chutneys auf der Speiseliste, dazu gibt es Chai (schwarzen Tee).

Auf der Fahrt erzählt mir Rajendran von den Herausforderungen und Nöten in dieser Region. Er berichtet davon, dass immer noch viele neugeborene Mädchen kurz nach der Geburt von den Eltern umgebracht werden. Die Angst vor hohen Mitgiftkosten, die vielerorts bei der Heirat einer Tochter immer noch auf die Eltern zukommen, lassen sie zu Mördern werden. Vor uns erscheint in flacher Umgebung ein massiver Berg. Auch hier weiß Rajendran von einer traurigen Geschichte zu berichten. Vor ca. 3 Jahren stürzte sich hier ein junges Pärchen in die Tiefe. Ihr Problem: Sie wollten heiraten, obwohl sie unterschiedlichen Kasten angehörten. Eltern, Verwandte und Hindupriester lehnten die Hochzeit trotz Androhung des Selbstmordes kategorisch ab. Ich bin erschüttert.

Kurze Zeit später kommen wir in der Stadt Vandioor an. Dort gibt es noch keine Gemeinde. Ein Gemeindegründer, der von der Bibel Liga ausgebildet wurde, hat in diesem Jahr zum ersten Mal Kinder zu einer Bibelwoche eingeladen. Im Zentrum der Stadt mit ca. 20.000 Einwohnern gibt es eine offene kleine Halle. Ca. 80 Kinder warten dort auf uns. Die Loblieder tragen sie mit Bewegungen vor. Ihre Begeisterung steckt mich an. Später beten wir gemeinsam. Ich bin beeindruckt, wie ernsthaft die Kinder kniend zu Jesus beten. Neben einzelnen Müttern schauen uns auch einige Kühe zu. „Im Alter zwischen 5 und 12 Jahren ist die Aufnahmefähigkeit von Hindukindern für das Evangelium am höchsten“, so Rajendran auf dem Weg zu einer weiteren Bibelwoche in Vandioor. Die Kastenlosen (Dalits) wohnen in einem anderen Teil der Stadt. Eklatant: Auf der einen Straßenseite gibt es mehr als 1.500 einfache Behausungen ohne Strom, auf der anderene Straßenseite ist Strom vorhanden – für die höheren Kasten. Wir kommen bei den Dalits an. Die Kinder stecken uns eine Rose als Begrüßungsgeschenk zu. Wir sitzen unter Bäumen zwischen den Häusern. Temperaturen von über 40 C. Das Wasser läuft an der Stirn herunter. Die Kinder singen Lieder mit großer Begeisterung. Sie loben einen Gott, den sie bisher noch nicht richtig kennen. Alle hier kommen aus hinduistischen Elternhäusern. Jetzt erzählen einige, was sie in den letzten Tagen gelernt haben, sie berichten von Bibelversen, die für sie eine Bedeutung bekommen haben. Keiner von ihnen hat bisher eine Bibel. Sie arbeiten mit Projekt Philippus Bibelkursen. 100.000 Kinder werden in diesem Sommer an Bibelwochen teilnehmen, von der Bibel Liga mit Literatur und Training versorgt. Immer wieder schauen mich die Kinder mit großen Augen an. Wollen mich berühren. Wollen mir die Hand geben. Rajendran stellt Fragen zu Bibeltexten, sie geben Antworten. Überall auch neugierige Erwachsene und herumstreunende Hunde.

Wir fahren nochmals 40 Minuten weiter. Jetzt ist es kurz vor 12 Uhr. In einer Art Turnhalle treffen wir auf ca. 300 Kinder. Um 9 Uhr hat das Programm begonnen. Die Helferinnen und Helfer der Kinderbibelwoche haben alle Hände voll zu tun, die lebendige Schar zu „bändigen“. Hier gibt es auch ein gemeinsames Mittagessen. Eine logistische Meisterleis tung: Nach ca. 15 Minuten haben alle Kinder etwas Reis und Gemüse auf ihrem Bananenblatt vor sich. Gegessen wird hier mit den Händen. Nach dem Essen spielen wir vor der Halle. Die Stimmung ist ausgelassen und fröhlich. Die Kinder wollen uns nicht ziehen lassen, aber der Weg nach Trichy ist noch weit. Voller Freude über das Erlebte brechen wir auf. Ich habe die Gewiß heit, dass unsere Hilfe ankommt – genau dort,wo Kinder und Erwachsene vom Heiligen Geist vorbereitet wurden.

 

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Für Indien beten

 


Wofür Sie beten können:

  • Indien hat nach Indonesien und Pakistan die drittgrößte Einwohnerzahl von Muslimen in der Welt (130 Mio.). In Andhra Pradesh, dem Bundesstaat mit dem höchsten Bevölkerungsanteil von Muslimen, arbeiten wir mit einem Pilotprogramm zur Schulung von Gemeindegründern, die speziell unter Muslimen Gottes Wort verbreiten.
  • Indien hat noch viele große Volksgruppen ohne eine christliche Gemeinde. Beten Sie um Missionare, die bereit sind, diesen Menschen das Evangelium zu bringen.
  • In den Bundesstaaten Madhya Pradesh, Chhattisgarh, Orissa, Himachal Pradesh und Gujarat gilt ein Antibekehrungsgesetz, das es Hindu-Extremisten leicht macht, Christen zu verfolgen, besonders jene, die aus den untersten Kasten stammen oder den Kastenlosen angehören. Im August flohen 50.000 Christen in den Dschungel, 13.000 leben in staatlichen Notaufnahmelagern. Mindestens 4.500 Häuser und Kirchen im Bezirk Kandhamal wurden zerstört. Berichten zufolge starben 500 Menschen, zumeist Christen.
  • In Varanasi, der heiligen Stadt der Hindus am Ganges, sind in den letzten Jahren etliche christliche Hausgemeinden entstanden. Beten Sie um gute Kontakte der Christen zu ihren Nachbarn.


Schließen Sie sich unserem Gebetsdienst an: Fordern Sie dazu unsere internationalen
monatlichen Gebetsinfos an. Ein kurzes Anliegen für jeden Tag!

 

Mitbeten. Tag für Tag.

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Mein Weg vom Hinduismus zu Jesus Christus

 

„Mein Name ist Raju*. Ich komme aus einer sehr armen Hindu-Familie. Mein Vater starb, als ich die 6. Klasse besuchte. Die darauf folgenden Jahre waren hart. Für das Schulgeld musste ich an zwei Tagen in der Woche arbeiten. Um Geld zu verdienen ging ich nach Abschluss der Schulzeit nach Bombay, wo auch meine Schwester und meine zwei Brüder lebten. Hier war ich sehr unglücklich.


Eines Tages ging ich in einen Hindutempel am Meer. Ich beobachtete, wie die Menschen sich das heilige Wasser über den Kopf schütteten. Hatten sie den Frieden, den ich suchte? Ich nahm allen Mut zusammen und betete: ‚Was immer hier für eine Kraft ist, die komme über mich und schenke mir Frieden.’ Ich trank das heilige Wasser in vollen Zügen und ließ es über meinen Kopf fließen. Als ich aus dem Tempel ging, fing plötzlich mein Kopf an, sich im Kreis zu drehen. Was war das? Ich wurde sehr durstig und trank Unmengen Wasser, ohne dass mein Durst gestillt wurde. Mir wurde unheimlich. Wer wollte über mich die Kontrolle gewinnen? In meinem Inneren sah ich schreckliche Bilder von Vögeln und Feuer, in dem Menschen verbrannten. Wie konnte ich das alles wieder loswerden? Mein Bruder versuchte, mich zu beruhigen – er glaubte an gar nichts.

Da erinnerte ich mich an einen Satz, den meine Mutter zu mir als kleines Kind gesagt hatte. Mit 14 Jahren lag sie sterbenskrank im Bett, als eine Nachbarin, eine Christin, sie besuchte, mit ihr betete und ihr sagte: „Das Blut Jesu gibt Sieg. Vertrau Jesus!“ Sie wurde wieder gesund und schärfte mir später ein: „Diesen Satz merke dir, wenn du mal in Not bist.“ Jetzt erinnerte ich mich wieder daran und ich rief laut: „Das Blut Jesu gibt Sieg!“ Immer wieder schrie ich diesen Satz heraus. Auf einmal trat Ruhe ein. Aber immer wenn ich aufhörte, den Satz zu sprechen, fing das Kreisen wieder an. Ich fiel auf die Knie und schrie: „Jesus, wenn Kraft in deinem Namen ist, wenn du ein Gott bist, befreie mich! Dann werde ich jedem Menschen erzählen, dass du ein Gott bist!“ Ein großes Licht kam über mich. Angst und Dunkelheit wichen. Eine unbekannte Freude erfüllte mich. Friede breitete sich in mir aus. Ich konnte nur fortwährend rufen: Danke Jesus! Danke Jesus! Ich weiß nicht, wie lange ich das tat. Als ich die Augen öffnete, stand eine große Menschenmenge um mich, und mein Bruder sah mich ärgerlich an. Er gab mir eine Ohrfeige und schrie mich an: „Erst bist du von Dämonen besessen und jetzt von Jesus. Sei still!“ Er setzte mich in ein Taxi und fuhr mit mir zu sich nach Hause.

 

 

Einen Monat lang durfte ich das Haus nicht verlassen, aber ich wusste, Jesus war in meinem Herzen. Durch ein kleines Fenster sah ich, dass im Haus nebenan Christen wohnten. Ich bat sie um eine Bibel. Ich wollte Jesus kennen lernen. Sie gaben mir ein Neues Testament, und einen ganzen Monat lang las ich darin, von morgens bis abends. Ich las und betete.

Eines Tages kam mein Bruder mit einer Zauberin zurück mit dem Ziel, Jesus aus meinem Herzen zu vertreiben. Ich setzte mich auf den Boden und betete leise: „Herr, offenbare deine Macht.“ Die Zauberin legte einen Totenschädel auf meinen Kopf. Gerade als sie mit Öl an meiner Stirn ein Zeichen machen wollte, sprang sie plötzlich auf, raffte ihre Sachen zusammen und verließ schreiend das Haus. „Ich muss hier raus“, rief sie. „ich sterbe sonst. Eine starke Macht ist in diesem Raum. Ich kann hier nichts tun!“ Mein Bruder hatte ihr viel Geld gegeben, und so jagte er mich wütend aus dem Haus.

Ich suchte mir eine christliche Gemeinde. Meine Familie wollte nichts mehr mit mir zu tun haben, sie hassten mich. Aber in mir wuchs der Wunsch, diesem wahren Gott zu dienen und so verteilte ich nach der Arbeit Traktate. Gott war so gut zu mir. Er schenkte mir die Möglichkeit, eine Bibelschule zu besuchen. So konnte ich fünf Jahre lang als Pastor in einer Gemeinde dienen und arbeitete nebenher, um für meinen Unterhalt zu sorgen. Im Gebet machte Gott mir dann klar, dass er eine andere Aufgabe für mich vorgesehen hatte. Ich sollte Christen für den Missionsdienst schulen. Aber wie sollte ich das tun? Genau in dieser Zeit traf ich einen Leiter der Bibel Liga. Er rief mich in den Dienst nach Tamil Nadu. Inzwischen bilde ich dort schon seit sechs Jahren Christen aus. Gott wirkt mächtig. Jeden Monat absolvieren über 12.000 Menschen einen Bibelstudienkurs und erhalten ein Neues Testament. Und jeden Monat lassen sich mehr als 5000 Menschen taufen und erhalten eine Bibel.“

* Name wurde aus Sicherheitsgründen geändert

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Die Mission Davids

 

Bis zu seinem 20. Lebensjahr wurde David als behindert eingestuft. Er war als Baby an Kinderlähmung erkrankt und litt unter gesundheitlichen Folgeschäden. Seine Mutter lehnte ihn ab. Am Ende ihrer Kräfte wollte sie ihn umbringen und goss kochendes Wasser über ihn – doch David überlebte.

Von der Religion seiner Mutter wollte er nichts mehr wissen. Doch er hatte einen Freund, der ihm Geschichten aus der Bibel erzählte. Dieses Buch hatte er bis zu diesem Zeitpunkt noch nie gesehen. (In den meisten Häusern im südlichen Indien gibt es keine Bibel.) Die Jesus-Geschichten berührten sein Herz sehr. Er bat seinen Freund um eine Bibel und war bald stolzer Besitzer dieses für ihn kostbaren Buches. Die Liebe und der Friede, die ihm aus diesem Buch entgegen kamen, ließen ihn schnell auf Gottes Angebot antworten. Er sagt: „Mir war sehr bald klar, dass ich für Gott leben wollte.“

David schloss sich einer Gemeinde an. Kurze Zeit später wurde dort eine Schulung der Bibel Liga angeboten und er ließ sich als Kleingruppenleiter für das Projekt Philippus (missionarische Bibelstudiengruppe) ausbilden. David wusste, wie dringend seine Umgebung Gottes Wort brauchte. So begann er, sich mit einzelnen zum Bibelstudium zu treffen, manchmal auch in kleinen Gruppen.

Heute sind es 700 Menschen aus drei Dörfern, die durch David die Bibel kennen gelernt haben. Jedes Mal, wenn eine Bibelstudiengruppe ihren Kurs beendet, fährt David mit dem Bus zum Bibel Liga-Büro und holt dort für jeden Absolventen eine eigene Bibel ab. Mit dem Bus zurück muss er noch 3 Kilometer bis ins Dorf wandern – stolz trägt er die Bibelkartons auf seinem Kopf.

 

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Tempelprostitution - Im Namen der Religion vergewaltigt

„Rettet wenigstens meine Kinder“, ist die verzweifelte Bitte dieser Frauen. Jungen werden verkauft, Mädchen bleiben im Tempel und werden ebenfalls Prostituierte. Laut Frauenrechtsorganisationen werden in Süd-Indien Mädchen der Göttin Mathamma geopfert, damit die Familie die Gnade dieser Göttin erhält. Die noch minderjährigen Mädchen werden der Göttin „geweiht“, indem sie von einem Priester vergewaltigt werden. Bei Erreichen der Pubertät müssen die Mädchen nicht nur  tanzen, sondern den anwesenden Männern auch sexuell zur Verfügung stehen. Tempelprostituierte sind von der Gesellschaft besonders geächtet. Sie haben keine Chance, an irgendeinem anderen Ort ein normales Leben zu führen, selbst traditionelle Gemeinden verschließen oft ihre Türen. Für diese Frauen bietet eine neue Gemeinde eine geistliche und menschliche Heimat.

Beten Sie bitte für zwei Gemeindegründerinnen der Bibel Liga, die 50 km südlich von Hyderabad unter Tempelprostituierten arbeiten.

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Bibel Liga Ergebnisse: Indien 2009

Anzahl verbreiteter Bibeln und Schriften 627.289
Anzahl der Absolventen von Bibelstudiengruppen 224.235
Anzahl der Bibelstudiengruppen 13.895
Anzahl neuer Gemeindeglieder 71.824