Zwölf lange Jahre

Quelle: Bibel Liga
So lange wartete Salome auf eine Bibel. Wie viele ihrer kenianischen Mitbürger kam Salome durch eine Freundin zum Glauben. Die Botschaft von der Erlösung gab ihr zum ersten Mal in ihrem Leben Hoffnung. Salome, die schon früh Waise wurde, vertraute ihr Leben Jesus Christus an, aber sie besaß nichts, das ihr zum Wachstum im Glauben hätte helfen können. Es gab keine Bibeln. Zwölf Jahre lang versuchte sie, ein christliches Leben zu führen, indem sie alles aufnahm, was sie von anderen Gläubigen hören konnte. Dann traf Salome eine Mitarbeiterin der Bibel Liga. Diese führte mit ihr einen Bibelstudienkurs durch, und Salome erhielt endlich ihre eigene Bibel. „Ich habe nie erfahren, was eine Familie ist“, erinnert sich Salome. „Doch durch das Lesen in meiner Bibel lernte ich, dass ich keine Waise mehr bin. Ich weiß, dass mich mein Vater im Himmel nie verlassen oder im Stich lassen wird.“
Quelle: Hanna Lederer
Hanna Lederer war mit einem Team von „Jugend mit einer Mission“ für 5 Wochen im Süd-Sudan. Sie berichtet:
„In enger Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden machten wir Hausbesuche, besuchten Kranke und predigten bei unterschiedlichen Anlässen. In einem Dorf mit ca. 200 Einwohnern brach eine Erweckung aus. Fast alle fanden zum Glauben an Jesus Christus. Die Menschen waren in der Vergangenheit animistisch geprägt. Bald wurde für uns deutlich, dass es für die neuen Gläubigen schwierig war, an Bibeln zu gelangen. Die nächste größere Stadt mit Einkaufsmöglichkeiten liegt eine Tagesreise entfernt und die Dorfbewohner sprechen mehr als 5 verschiedene Muttersprachen (u.a. Dinka, Swahili und Arabisch) weil das Dorf ursprünglich als eine Kaserne für Soldaten und ihre Familien aus allen Teilen Südsudans gegründet worden war.
Über einen lokalen Pastor bekamen wir überraschend Kontakt zur "Bible League" und konnten 15 Männer, die regelmäßig zu den Treffen kamen, Gottes Wort zur Verfügung stellen. Das war ein besonderes Fest. Bei der feierlichen Bibelübergabe lasen wir gemeinsam Römer 10,9. Nach unserem Kurzzeiteinsatz haben die lokalen Pastoren regelmäßig die jungen Gläubigen besucht und sie weitergeführt. Ich war super begeistert davon, der "Bible League" im Süd-Sudan zu begegnen. Mit diesem Kurzbericht will ich euch als Team einfach ermutigen: Ihr tut eine geniale Arbeit!“
Ein Dorf wird befreit

Quelle: Bibel Liga
Ein kleines Dorf in Kenia: Niemand hier kannte die verändernde Kraft Gottes. Bis Anderson kam, ein demütiger Christ, den Gott geschickt hatte, um die Bollwerke von Angst und Lüge niederzureißen. Anderson diente Gott als Missionar in Samburu. Er reiste durch die Region, erzählte überall die Gute Nachricht und brachte die Liebe Gottes zu den Verlorenen. Doch wenn er ein Dorf wieder verließ, blieben die jungen Christen hilflos sich selbst überlassen.
Eines Tages hörte er, dass die Bibel Liga in Samburu Gemeindegründer schult, und er beschloss, an einer solchen Schulung teilzunehmen. Heute sagt er: „Dort lernte ich nicht nur, wie man evangelisiert, sondern auch, wie man neue Christen gezielt weiterführt. Die strategische Sichtweise, jeden Christen zu einem aktiven Mitglied einer Gemeinde zu machen, wurde meine Vision. Ich erlebte, wie innerhalb von 6 Monaten eine neue Gemeinde entstand. Die Bibeln und die Ausbildung die ich durch die Bibel Liga erhielt waren von großem Nutzen.“ Diese Erfahrung spornte Anderson an. Ein weiteres Dorf rückte in sein Blickfeld: Supati Ingejek. Niemand hatte es bisher gewagt, hier eine Gemeinde zu gründen, denn im Dorf wohnte ein bekannter Medizinmann, der von Jung und Alt aufgesucht wurde. Er kontrollierte das Miteinander bis ins Detail und verbreitete Angst und Schrecken. „Der Heilige Geist führte mich in diesen Ort mit seinen 400 Einwohnern mit dem klaren Ziel, hier eine Gemeinde entstehen zu lassen,“ sagt Anderson. „Zuerst bat ich Gott um seine Führung und sein Eingreifen, bevor ich mich an die Arbeit machte. Als ich mich den Dorfbewohnern vorstellte und ihnen von Jesus Christus erzählte, stellte sich der Medizinmann sofort gegen mich. Ich sagte allen, dass in Christus alle Mächte der Finsternis – auch die des Medizinmannes – überwunden sind. Es begann ein regelrechter Kampf. Der Medizinmann bedrohte mich und befahl mir, das Dorf sofort zu verlassen. Wenn ich weiter predigen würde oder eine Gemeinde gründen wollte, wäre das mein sicherer Tod. Aber in der Kraft Gottes konnte ich ihm sagen: Du musst umkehren und dich Christus unterwerfen, sonst wirst du in deinen Sünden sterben!“
Einige Tage später kam Anderson in dieses Dorf zurück, um mit den Menschen weiter über Jesus Christus zu sprechen. Ihm wurde berichtet, dass der Medizinmann noch am selben Tag zusammengebrochen und gestorben war. Die Menschen waren erleichtert und dankbar, denn sie alle hatten unter dem bösen Einfluss dieses Mannes gelitten. Heute gibt es in Supati Ingejek eine gesunde, wachsende Gemeinde mit über 100 Mitgliedern – 100 veränderte Gesichter in Afrika.
Ein Flüchtling findet nach Hause

Quelle: Bibel Liga
Mit Tränen in den Augen berichtet Zukiah von dem Massaker, das er hilflos mit ansehen musste: Seine Eltern und sein Bruder wurden dabei von kongolesischen Rebellen ermordet. Verzweifelt versuchte er danach, das Flüchtlingslager in Nairobi zu Fuß zu erreichen. Einen ganzen Monat lang war er unterwegs. „Ich verließ den Kongo als verbitterter Mann“, erzählt er, „ich zweifelte zwar nicht an der Existenz Gottes, aber ich konnte nicht mehr glauben, dass Gott voller Liebe ist.“
Zukiah blieb als Flüchtling bei seinen kongolesischen Landsleuten, denen ebenfalls die Flucht gelungen war. In den Slums im Norden Nairobis fand er Sicherheit. Und viel mehr noch: Er fand dort eine wirkliche Heimat. Zukiah lernte Sefu kennen, einen Mitflüchtling, der als Pastor regelmäßig im Lager Bibelkurse durchführte. Sefu hatte seine Ausbildung durch die Bibel Liga erhalten und arbeitete mit großer Hingabe daran, seine Landsleute mit Christus bekannt zu machen. Sefu lud also Zukiah ein, in einer solchen Gruppe mehr über Gott zu erfahren. „Ich traf dort andere Kongolesen, die Ähnliches wie ich oder noch Schlimmeres erlitten hatten“, berichtet er. „Es zog mich immer wieder zu dieser Bibelgruppe und schließlich ging ich auch sonntags in den Gottesdienst. Ich erkannte, dass Gottes Wort wahr ist und dass Gott tatsächlich lebt. Gott ist Liebe und diese Liebe zeigt sich in der Person Jesu Christi, der für mich leiden musste, damit ich ewiges Leben bekomme. Diese Wahrheiten veränderten meine Vorstellung von Gott tief greifend.“ Das gemeinsame Bibelstudium half Zukiah die rettende Liebe Gottes zu verstehen. Es führte dazu, dass er sein Leben Jesus Christus anvertraute und ihn als Retter annahm. Noch immer lebt Zukiah als Flüchtling – aber in seinem Herzen ist Friede eingekehrt, der alles menschliche Denken übersteigt. „Mein Herz und meine Gedanken sind geheilt“, sagt Zukiah, „ich liebe Gott von ganzem Herzen. Und ich bete, dass viele Menschen durch mich die große Liebe Gottes erkennen, die ich erfahren habe.“ Zukiah – ein verändertes Gesicht in Afrika!




