Bibellesereise mit Manfred Gaß
Haltebucht 1 (Ende Januar)
365 – ich hab' mich drauf eingelassen. Eine sehr gute Idee. Leitlinie und Struktur ist immer gut und unterstützt. Zumindest demjenigen, der es will. Zugegeben, an arbeitsreichen Tagen manchmal schon eine Herausforderung Schritt zu halten. Und ein Nachhinken wird schnell zur rollenden Lawine, der man nicht mehr entkommt. Konstanz ist gefragt. Der kleine Schritt jeden Tag. So, wie es auf dem Weg des Glaubens des täglichen Schrittes bedarf. Der große am Sonntag allein genügt nicht.
Das erste Etappenziel ist erreicht. Der letzte Januartag. Die Erfahrungen sind gut. Allein schon das Schreiben. Sehr oft sind es nur Textpassagen des Gelesenen, die die Seiten füllen. Aber was heißt hier „nur“. Wertvoll genug. Abschreiben erinnert an Grundschule. Ja. Aber da hat man wohl auch am meisten gelernt. Basiswissen vor allem. Und das ist es ja oft, was heute fehlt. Vor allem im Blick auf die Bibel.
Obwohl schon sehr oft gehört, gelesen und vermeintlich begriffen sind mir die Geschichten der Erzväter zum besonderen Erlebnis geworden. Abschnitte mit Entdeckungen, als hätte ich sie das erste mal gelesen. Unglaublich.
Ich bleibe dran. Mache weiter. Wachstum braucht Zeit – noch gibt es 335 weitere Schritte zu tun.
Parkplatz 2 (Ende Februar)
Einen Tag mehr in diesem Monat als sonst.
Jedes vierte Jahr.
Es ist wieder soweit.
Es hat gedauert – nicht zulange, aber dennoch - bis es mir klar war.
Dieselben Bibelstellen wie am 28sten haben ihren guten Grund !
Die Herausforderung hat angehalten.
Wurde eher grösser als im ersten Monat.
Intensive, lange Arbeitstage. Ermüdend.
Trotzdem Bibellesen ?
Und so viel ?
Eine Frage der Einteilung – nicht nur, aber auch.
Morgens das AT, abend das NT.
Zeitliche und inhaltliche Trennung.
Hat sich bewährt. Bisher.
Also, weshalb nicht weiter so ?
Verborgene Schätze und versteckte Reichtümer.
Ein Versprechen am 19ten. Aus Jesaja 45, 3.
Schätze heben und Reichtum entdecken ist immer mit Zeit verbunden.
Goldschürfer und Edelsteinjäger wissen es.
Bibelleser müssen es oft noch lernen.
Deshalb dran bleiben.
Auch wenn die Stollen eng werden.
Und viel Erde bewegt werden muß.
Fragen bleiben:
Weshalb fiel Gott über Mose her und wollte ihn töten ? - Ex 4, 24
Heiligtum und Bundeslade gab es doch erst als die Stiftshütte stand ! - Ex 16, 34
Die Männer mit Mose auf dem Berg durften Gott sehen, ohne dass er sie tötete ! - Ex 16, 34
Niemand hat Gott je gesehen !?
Ich kann sie stehen lassen.
Und doch interessieren mich die Antworten.
Gibt es sie ?
Weiter machen.
Zwischenstop 3 (Ende März)
Ein Viertel des Jahres ist vorbei.
Schon wieder. So schnell.
Unerwartet ?
Ein Viertel der Bibel gelesen.
Wirklich schon so viel ?
Muss wohl so sein.
Jeder Tag ist gleich lang.
Erster Quartalszwischenhalt.
Levitikus war langatmig. Wirklich.
Wen wunderts ?
Dazu die ehrliche Frage:
Müssen wir das alles wissen ?
Für manches Verständnis sicher hilfreich,
- zum Leben heute notwendig ?
Wie sagte Luther bei den Apokryphen ?
Gut zu lesen, aber nicht lebenswichtig.
Ein Drittel der Psalmen
hinterlassen ehrliche Eindrücke der Schreiber.
Ein sich Luft machen - nach oben !
Die Antworten blieben nicht aus.
Davon kann ich lernen.
Jesaja erlebe ich bisher sehr vielschichtig.
Dichte Aussagen neben langen, prophetischen Horizonten.
Eine ganz andere Struktur.
Matthäuse nahm punktgenau in die Passionszeit hinein.
War Ostern deshalb so früh ?
Nahtlose Verbindung zur Erinnerung der Korinther.
Die Auferstehung - Fundament des Glaubens. So Paulus.
Es geht weiter ...
... in's zweite Drittel der Psalem - weiter Luftmachen !
Und noch ist Mose mit dem Volk unterwegs.
Jesaja hat das Wesentliche weitergegeben.
Jeremia steht in den Startlöchern.
Matthäus reicht den Stab an Markus weiter.
Paulus muss den Korinthern noch einen zweiten Brief schreiben.
Ich bin bereit für die nächste Runde.
Standspur 4 (Ende April)
Angenehmes, frisches Grün auf den April-Seiten.
Wohltuend, erfrischend und mit Frühlingsperspektive.
Dennoch kein leichter Monat.
Die tägliche Kontinuität des Lesens -
eine stetige Herausforderung.
Manche Tage mit Nachholbedarf vom Vortag.
Aber nicht liegengeblieben. Drangeblieben.
Die Ehrlichkeit der Psalmen tut weiterhin gut.
Das letzte Buch Mose schleppt sich dahin.
Mehr und mehr ist zu verstehen,
welche Gesetzeslast uns abgenommen ist.
Jeremia steht Jesaja in prophetischer Dimension nicht nach.
Und Paulus hatte es mit seinen Gemeinden
alles andere als einfach.
Heute nicht anders.
Das zweite Jahresdrittel beginnt.
Bin weiter dran zu lernen.
Auch wenn es nur die Zuverlässigkeit
des Dranbleibens sein sollte.
Gottes Wort arbeitet auch im Hintergrund
- und prägt. Ich glaube es !
Radstand 5 (Ende Mai)
Drei Wochen Alltagsroutine.
Gehört zum Leben. Brauchen wir auch.
Aber dann ...
... kam alles anders als geplant.
Die geplante Urlaubsunternehmung war abgesagt.
Eine Alternative gefragt.
Dennoch - ich war in Amerika.
Und das auf deutschem Boden.
Amerika liegt in Sachsen.
Es gibt Dinge,
die glaubt man zunächst nicht
und sind doch wahr.
Wie in der Bibel.
Ich war (wieder einmal) auf Entdeckertour.
Mit dem Rad durch Deutschland.
Unglaublich, was es hier zu erleben gibt.
Es braucht nur zwei Dinge mit im Gepäck:
Wache Sinne !
Die Wunder liegen am Weg.
"365" war mit dabei.
In der verstaubten Satteltasche.
Zur Abwechslung auch mal vorne - in Lenkernähe.
Wohl der bessere Platz.
Hoffnung für Alle hatte auch Urlaub.
Die kleine Lutherbibel sprang ein.
Eine Platzfrage.
Vertrauter Satzbau. Bekanntes Versmaß.
Das rote Buch reiste von Uelzen nach Lauenburg.
Dann die Elbe aufwärts.
Richtungswechsel gab's in Dessau.
Die Mulde stromauf bis Zwickau.
Neben dem biblischen Wort gab es parallele Reisebegleiter.
Nicht geplant, überraschend und doch verbindend.
Die im Halbkreis geschriebenen Lettern
über dem Torbogen einer Kirche:
"Ein feste Burg ist unser Gott".
Ein nicht geplanter Abstecher nach Gräfenhainichen.
Geburtsort von Paul Gerhardt.
Annährung an einen historischen Ort.
Man wird ernüchtert.
Empfang an der Einfallstraße:
Plus-Markt
Döner-Buden
Tanke
"Geh' aus mein Herz ..." an dieser Stelle ?
Es wird dann noch versöhnlicher:
Dauerausstellung.
Erinnerungsplatte im Gehsteig.
"Befiehl du deine Wege ..."
im Sockel des Denkmals am Gemeindehaus.
Bei der morgendlichen Fahrt durch Grimma
Gedanken an Schulzeit und seine zeitneutralen Verse.
Geschenke mit Tiefgang.
Und ganz kurz danach noch eine Überraschung.
Ruinen des Klosters Nimbschen.
Eine Katharina von Bora hatte hier einst Jahre verbracht ...
Nicht nur Gottes Wort hat begleitet.
Auch dessen Zeitzeugen in wirrer Zeitgeschichte.
Mutmacher für den Weg heute.
Jetzt geht's in die Sommermonate.
Halbzeit (Ende Juni)
Halbzeit !
Eine wichtige Zäsur in den letzten vier Wochen.
Immer nach 45 Minuten.
Halbzeit !
Auch auf dem Weg mit "365".
Nach 180 Tagen - in etwa.
Viele Parallelen:
Innehalten mittendrin.
Der Blick zurück - geprägt von Unwiederholbarem:
Kein Vers der vergangenen Zeit kommt nochmals.
Vergebene oder genutzte Chancen ?
Der Blick nach vorn - auf noch Kommendes.
Die weiteren Kapitel wie Brachland.
Die Hand am Pflug, der Blick nach vorn.
Urbarmachung geht nicht anders.
Wortwechsel in der Kabine.
Levitenlesen oder Ermutigung ?
Korrektur allemal.
Mit einem Ziel:
Zum Guten.
Für den Sieg.
Der Gegner oft anders als erwartet.
Schnell.
Mit überraschender Taktik.
Nie unterstützend.
Eines gilt: sich neu auf ihn einstellen.
Und nicht vergessen:
Den Ball abgeben - das Wort loslassen.
Dem richtigen im passenden Moment zuspielen.
Es sind noch andere mit auf dem Platz.
Spielen in die gleiche Richtung.
So rückt die Führung greifbar nah.
Die Kabine verlassen.
Halbzeit ist um.
Neu auflaufen.
Es geht weiter.
Auch bei mir.
Sommerhalt (Ende Juli)
Kein Sommerloch !
Die Texte gehen fliessend weiter.
Quecksilberanstieg nicht nur im Freien -
innerlich auch öfters bei mir.
Die Samuelbücher: voller Schlachten.
Blut, Ausrottung, Tod - an der Tagesordnung.
Szenen ganzer Kapitel.
Dieser Umfang wird mir erstmals richtig bewusst.
Bisher zu sehr NT fokussiert ?
Und AT nur selektiv beachtet ?
"Der Herr half ihm bei den Kriegszügen
und schenkte ihm stets den Sieg."
Ich kann es nachvollziehen,
wenn jemand sagt,
er habe mit solchen Berichten Schwierigkeiten.
Ich auch.
Noch nicht alles verstanden ?
Das Leben David's - an vielen Stellen ernüchternd.
Auf dieser Ebene kommt man sich sehr nahe.
Kein harfenspielender Thronerbe im Elfenbeinturm.
Opfer der Spannungsbogen menschlicher Realitäten.
Aber letztlich fixiert.
Auf seinen Herrn.
Das ist es !
Radikale Forderungen Jesu -
was ist für mich wichtiger als ER ?
Die Erkenntnis:
Ich darf trotz allem ehrlich vor und zu IHM sein.
Erkenntnis im Gleichnis aller Gleichnisse:
Ich finde mich oft im zweiten Sohn mehr als im ersten.
Persönliche, tiefgehende Briefworte.
Paulus sind seine Zöglinge viel wert.
Timotheus, Titus, Philemon.
Beide Seiten wissen es.
Es ist ein Geben und Nehmen.
Wissen wir's heute noch - bei und für uns ?
... - und Morgen ist Montag.
Wie recht C.S.Lewis damit hat(te).
Montag - für mich immer der schwierigste Tag.
Tag der Bewährung.
Gleich nach dem Sonntag.
Aber Morgen ist erst Freitag - und August.
Die Tage werden kürzer (Ende August)
"Die Tage werden kürzer
und die Schatten werden länger ..."
Augustprofil mit Worten von Reinhard Mey.
Schatten auch bei Hesekiel
- obwohl er mir ein schwer verständlicher Prophet bleibt:
Skizzierung des damaligen Lebens:
Sie lebten im Überfluss und in sorgloser Ruhe.
Ist es heute anders?
Was tue ich dagegen?
Stehe ich nicht in derselben Reihe?
Elia - ein Mensch wie wir.
Und dennoch.
Was hat er nicht alles bewirkt.
Bis ihm die Luft ausging.
Es packte ihn die Angst - er lief um sein Leben.
Da erschien ihm ein Engel vom Himmel
- und gab ihm neue Kraft.
Kenne ich diesen Engel nicht auch?
Sein Nachfolger - Elisa - nicht weniger eindrücklich.
Ein Schlaglicht auf die "Götter der anderen".
Profil: nur Figuren, von Menschenhänden gemacht.
Es gilt zunehmend,
dies in unseren Tagen zu realisieren.
Die Zahl dieser Götter nimmt zu - nicht ab.
Völlig unklar und noch nie registriert:
1. Kö 22, 21:
Da trat ein Geist vor und stellte sich vor den Herrn.
Acht Monate Psalmen sind mit dem 31ten beendet.
Eindrücklich, wie lange sie "gehalten" haben.
Schlußerkenntnis:
Setzt euer Vertrauen nicht auf Menschen, die Einfluß und Macht ausüben.
Dreiviertelstopp (Ende September)
Monatsbeginn mit Salomos Weisheit - den Sprüchen.
Zitat: Lügen haben kurze Beine.
Wer auf der Straße kennt die Quelle?
Ein riesen Fundus.
Faszinierend.
Jeder Vers Inhalt einer ganze Predigt.
Lebensweisheit praktisch. Kurz. Präzise.
Oft geht es um Geld. Reichtum. Wohlstand.
Salomo hätte der Wall Street gut getan.
Bär schlägt Bulle.
Dabei sind die Hinweise einfach.
Es liegt an der Umzusetzung.
Das bleibt die stetige Herausforderung.
Die Chronik macht Ihrem Namen alle Ehre.
Nicht enden wollende Namensregister.
Brauchen wir diese?
Fast unmerklich dazwischen
ein inhaltsschwerer Hinweis - Kapitel 12:
Wie wichtig ist es,
den richtigen Zeitpunkt zu erwischen.
Wohl wahr!
Hesekiel bleibt mühsam.
Greifbares dringt bei den Bildversen des Hirten und der Herde durch.
Verweiserteilung durch Fehlverhalten.
Vernachlässigung der Führungsaufgabe.
Klare, harte Worte - die wir heute zu oft scheuen.
Das Hirtenbild führt direkt ...
... zu tiefgehenden Johannesversen.
Auch dort treffe ich den Hirten wieder.
Zudem lange Reden Jesu.
Wahrheit aus erster Quelle.
Und immer wieder die Bestätigung:
"Ich bin's". Aus seinem Mund.
Direktmarketing der besten Art.
Gott erwartet nur,
dass wir an den glauben,
den er gesandt hat.
Können da noch Zweifel bleiben?
Einige Krankenheilungen.
Dem ehemals Blinden wird das ganze Kapitel 9 gewidmet.
Einschliesslich unliebsamem Kreuzverhör.
Aber er blieb bei der Wahrheit.
Hebräerverse spannen den Bogen in die Geschichte.
Erläuternd. Beleuchtend. Auflösend.
Die Feder passt jetzt in die Nut.
Die uns voraus gingen
werden in den Scheinwerfer gerückt.
Nicht inszeniert, sondern reflektiert -
ein wesentlicher Unterschied.
Kennen wir ihn noch?
Herbstrast (Ende Oktober)
Die herbstliche Kühle übertrug sich.
Die Freude am Lesen war getrübt.
Schleppendes Vorwärtskommen.
Der mühsamste Monat seit dem Start.
Sicher nicht des Inhalts wegen.
Umkämpfte Tage. Knappe Zeit(en).
Mangelnde "Work-Life Balance" ?
Selbstgemacht ?
Auferlegt ?
Kampfplatz - mehr als je zuvor.
Und dennoch ...
Die Sprüche nach wie vor geprägt vom Leben.
Knappe Wahrheiten direkt gesagt.
Wohltuend ehrlich. Für jeden etwas.
Die Chronikkapitel setzten ihr Namensprogramm fort.
Von lähmend langatmig bis zur Gefahr des Übergehens.
Bekannte Stellen aus den Königen als Erinnerungen.
Die Entdeckung: Goliath hatte einen Bruder: Lachmi.
Vorher noch nie gehört.
Das Leben des Daniel fasziniert.
Heute wohl als "topperformer" klassifiziert.
Estrebenswerte Attribute heutiger Karrieristen
- vereint in einer Person. Ist das zu toppen ?
Und dennoch seinem Gott treu.
Bewusst und gewollt abhängig.
Hier beginnt es heute am ehesten zu bröckeln.
Fordert meine persönliche Treue heraus.
Johannes gleich mehrfach.
Evangelium und Briefe.
Ein Berichterstatter der ersten Stunde.
Ein kurzer Vers geht mir immer besonders unter die Haut.
Einer meiner liebsten überhaupt:
"Als es aber Morgen wurde stand Jesus am Ufer."
Mehr Aussagekraft braucht es nicht.
Das Bild steht vor mir:
Ein frischer Morgen.
Ich werde erwartet.
Die Zukunft beginnt.
Vergehendes Jahr im Zeichen herbstlicher Farbexplosion.
Einige Tage früher als sonst.
Erinnerung daran, dass Gottes Wort bleibt.
Unterliegt keinem Wechselspiel der Jahreszeiten.
Bleibt ewig. Bin ich froh.
Vorwinterzäsur (Ende November)
Am Ende des Monats ein Anfang.
Erster Advent.
Ein neues Kirchenjahr beginnt.
Ausblick auf den kommenden Herrn.
Die lebendige Weisheit der Sprüche
setzt sich im Prediger fort.
Auch hier viel Greifbares heutiger Lebensrealität.
Fazit eins: Nichts Neues unter der Sonne.
Kennen wir's nicht?
Fazit zwei: Vieles so sinnlos, als wollte man den Wind einfangen.
Habe ich es nicht trotzdem schon oft versucht?
Aufzählungsgeprägte Chroniktexte haben eine Fortsetzung:
Spannungsvolle Historiengemälde bei Nehemia und Esther.
Filmreicher Stoff. Weshalb nie umgesetzt?
Projekt Mauerbau. Gewaltiges Unterfangen.
Das Vorgehen beeindruckt:
Jeder baute vor seiner eigenen Tür - nicht nebenan!
Und zwischendurch:
die Kraft der Träger reichte nicht mehr.
Damals auch schon.
Doch die Mauer wurde fertig. Das Ziel erreicht.
Macht Mut für heute!
Erster Versuch, das Volk der Juden zu vernichten.
Er wurde vereitelt.
Esther zur rechten Zeit am rechten Platz -
und verschonte ihr eigenes Leben nicht.
Die kleinen Propheten.
Wenig Verse, kurze Kapitel, kaum bekannt - bis auf Jona.
Auftrag. Flucht. Walrettung. Umkehr einer ganzen Stadt.
Das Buch endet mit einer Frage. Ist mir neu aufgefallen.
Die große Klammer dieses Monats:
Beginn und Ende der Gemeinde.
Apostelgeschichte und Offenbarung.
Ur-sprung, Entwicklung und Perspektive.
Zeugnis derer, die uns voraus gingen.
Eine lange Reihe.
Gehe ich anderen voraus?
Eindeutigkeit des Rettungsgrundes:
In keinem anderen ist das Heil!
Petrus, Stephanus, Paulus - mutige Zeugen.
Offenbarungstexte im Zusammenhang.
Vom greifbaren Anfang hinein in eine schwere Bildsprache.
Weshalb erhielt Johannes keine eindeutigere Vision?
Wir werden es noch verstehen - später.
Novembertage habe Geschichte geschrieben.
Buß- und Bettag gehört dazu - heute ausgeblendet.
Bewußtmachung geht nicht von selbst.
Ausblick: letzte Etappe.
Kürzer werdende Tage - immer noch.
Das Ziel naht - und geht darüber hinaus.
Dem (Weihnachts)licht entgegen.
Jahresfinale (Ende Dezember)
Predigerverse weiterhin belebend.
Jeder findet sich wieder.
Lebensnah und überführend echt.
Die Worte tun gut - und streuen Salz in Wunden.
Beides ist letztlich Heilung versprechend.
Wellnessbalsam und Wunddesinfizierung.
Den Glanzzeiten Esther's folgen die Leiden Hiob's.
Wer kann diese jemals verstehen ?
Die Frage nach dem Leid überhaupt.
Auch heute noch.
Nur mühsam zu beantworten - wenn überhaupt.
Kein Antwort haben ist die ehrlichere.
Das unermüdlich langatmige Reden seiner Freude.
Es erinnert mich an die Grosslippichkeit vieler,
die sich heute überall Gehör verschaffen wollen.
Letztlich haben sie aber doch nichts zu sagen.
Flachwasserkapitäne - ohne Tiefgang.
Am Ende die Erkenntnis:
Vom Hören sagen zum Erleben.
Das Wissen um die Tatsache: Mein Erlöser lebt.
Und Leid wurde zum Segen.
Die kleinen Propheten.
Bekannte, dennoch komplizierte Namen.
Schwierige Texte.
Nur Fragmente davon ragen in meine Lebensrealität.
Ist der Spaten des Lesens nicht tief genug eingedrungen ?
Einmal werden wir aufgefordert, Gott herauszufordern.
Ihn beim Wort zu nehmen.
Durch Sacharja.
Gib - und Du wirst den Segen Gottes erleben.
Das erfordert zwei konkrete Schritte:
Geben und Wahrnehmen.
Die durchgezogenen Linien im letzten Monat des Jahres:
Apostelgeschichte und Offenbarung.
Vom Anfang der Gemeinde - bis zum Höhepunkt.
Paulus hat manches abbekommen.
Von vielen Seiten.
Auch aus den eigenen Reihen !
Bis heute unverändert.
Er ging unbeirrt weiter.
Ich verbinde manches mit diesem Buch.
Gute Erinnerungen an wertvolle Zeiten.
Die Bildsprache des Geschauten von Johannes bleibt schwierig.
Was wurde ihm nicht alles gezeigt !
Ein sich mir wiederholender Gedanke:
Das Geschilderte einfach malen.
Auf Papier und in Farbe.
Ein Ansatz zur besseren Visualisierung ?!
Fragen bleiben - auch hier:
Weshalb nicht verständlicher visioniert ?
Überstiege es unser Verständnis ?
Müssen wir mehr wissen ?
Der Schluß:
Siehe, ich - das A und das O - komme bald.
Das soll uns genügen.
Brauchen wir mehr ?
Das Fazit:
Ein gewinnbringendes Jahr.
Zugegeben - manchmal auch mit Überwindung gelesen.
Aber es hat sich gelohnt.
Defnitiv.
Nur Mut - 365 tut gut !



